Nach 61 Jahren: Schiedsrichter Schramm beendet Karriere
Schiedsrichter Schramm hört nach 61 Jahren auf

Vor dem Punktspiel in der Fußball-Kreisoberliga Mecklenburgische Seenplatte Staffel I zwischen dem SV Sturmvogel Völschow und der SG Grün-Weiß Teetzleben (5:2) verabschiedete Eberhard Hoth, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes (KFV) Mecklenburgische Seenplatte, den langjährigen Demminer Schiedsrichter Siegfried Schramm. Der Referee beendet nach der Spielzeit 2025/26 seine Karriere.

Mehr als 3000 Fußballspiele im Einsatz

Der 77-Jährige kam in über sechs Jahrzehnten aktiver Zeit in mehr als 3000 Fußballspielen als Schieds- oder Linienrichter zum Einsatz. „Nun, ein richtiger Abschied ist es dann doch nicht. Bis zum Saisonende werde ich noch das ein oder andere Mal an der Seitenlinie stehen und die Fahne heben“, sagte Schramm. Doch ganz ohne das runde Leder geht es für ihn nicht.

Ab der neuen Spielzeit wird der Demminer im KFV als Pate und Beobachter für Nachwuchsschiedsrichter tätig sein. „In den vergangenen 61 Jahren habe ich so einiges erlebt. Angefangen beim Schiedsrichterlehrgang, den der legendäre Siegfried Sommerfeld damals durchführte, über viele Einsätze als Schieds- und Linienrichter im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich, sportliche Beratung von Vereinen und nicht zuletzt Schulungen und Versammlungen“, sagte Schramm. „Das erforderte in all den Jahrzehnten eiserne Disziplin und körperliche Fitness.“

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Seine Frau Ingrid war der „große Rückhalt“

Besonderer Dank gebührt, wie Schramm anmerkte, seiner Ehefrau Ingrid: „Sie war nicht nur familiär mein großer Rückhalt, vor allem sicherte sie meine Einsätze, die oftmals auch kurzfristig mitgeteilt wurden, ab. Ich bin stolz, dass ich den Schiri-Ansetzern niemals kurzfristig ein Spiel absagen musste.“

Dabei gebührt laut dem 77-Jährigen „allen Mitstreitern beim Kreisfußballverband, die jederzeit ein offenes Ohr für Probleme haben und im Rahmen ihrer Möglichkeiten helfen, einen großen Dank.“

Schramm will auch in Zukunft helfen

Die Erfahrungen von Schramm, sein stets korrektes Auftreten und seine Liebe für den Fußball sind für junge Unparteiische immens wertvoll. „Auch in Zukunft helfe ich gern mit meinen Ratschlägen, ein guter Schiedsrichternachwuchs ist unverzichtbar“, so Schramm, der hinzufügte: „Von Siegfried Schramm zu lernen, heißt pfeifen lernen.“

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