Ukrainische Drohnen haben in der russischen Hafenstadt Tuapse am Schwarzen Meer erneut einen Brand im Ölterminal ausgelöst. Nach offiziellen Angaben des Krisenstabs der Region Krasnodar gab es keine Toten oder Verletzten. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um den Brand zu löschen. Es war bereits der vierte ukrainische Angriff auf die Ölanlagen innerhalb von zwei Wochen.
Schwere Schäden an der Infrastruktur
Die vorangegangenen Angriffe hatten bereits schwere Schäden verursacht. Die meisten Reservoirs sind ausgebrannt, und die Infrastruktur zum Umschlag von Öl auf Schiffe ist beschädigt. Kremlchef Wladimir Putin beklagte die potenzielle Umweltgefahr, betonte jedoch, dass die Behörden die Lage unter Kontrolle hätten. Offiziellen Angaben zufolge sind die Luftverschmutzungswerte stark überhöht, und ein Teil des Öls ist ins Meer gelangt.
Ukrainische Strategie: Angriffe auf Ölindustrie
Die Ukraine, die sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion verteidigt, greift gezielt Anlagen der russischen Ölindustrie an. Ziel ist es, die Treibstoffversorgung der russischen Armee zu erschweren und dem Kreml die Kriegsfinanzierung zu entziehen. Das russische Verteidigungsministerium meldete den Abschuss von insgesamt 141 ukrainischen Drohnen über eigenem Gebiet, doch gegen die Einschläge in Tuapse war die Flugabwehr erneut machtlos.
Weitere Angriffe in Belgorod und Odessa
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod wurden zwei Menschen getötet. Zwei junge Männer auf einem Motorrad wurden getroffen. In der ukrainischen Hafenstadt Odessa gerieten zwei Wohnblocks durch Drohneneinschläge in Brand. Zwei Personen wurden verletzt, und 25 Menschen, darunter zwei Kinder, erhielten psychologische Betreuung.
Die russischen Truppen stecken im Donbass fest, größere Geländegewinne bleiben aus. Kampfhandlungen hinter der Frontlinie gewinnen an Bedeutung.



