Ex-BVB-Star Subotic: „Habe rund vier Millionen Euro gespendet – mein Vermögen ist bald aufgebraucht“
Subotic: Vermögen durch Spenden bald aufgebraucht

Ex-BVB-Star Subotic: „Mein Vermögen ist bald aufgebraucht – ich habe rund vier Millionen Euro gespendet“

Der ehemalige BVB-Profi Neven Subotic (37) hat im Interview mit SPORT BILD offen über seine finanzielle Situation und sein humanitäres Engagement gesprochen. Der frühere Fußballer, der 2012 die well:fair foundation gründete, gab zu, dass sein Privatvermögen durch umfangreiche Spenden bald erschöpft sein wird.

Vom Fußballstar zum Stiftungsmanager

Subotic, der mit Borussia Dortmund 2011 die Meisterschaft und 2012 das Double gewann, hat sich nach seiner aktiven Karriere vollständig seiner Stiftung gewidmet. „Ich habe mich entschlossen, alles für meine Stiftung zu geben: mein Geld, meine Zeit, meine Gedanken“, erklärte der Ex-Profi. Bis heute hat die well:fair foundation 439.255 Menschen in Ostafrika Zugang zu Trinkwasser ermöglicht.

Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 soll eine Million Menschen mit sauberem Wasser versorgt werden. „Im ersten Jahr hatten wir einen Umsatz von etwa 76.000 Euro. Mittlerweile sind wir bei knapp fünf Millionen im Jahr“, berichtete Subotic stolz.

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Privatvermögen bald aufgebraucht

Besonders bemerkenswert ist Subotics finanzielles Engagement: „Tatsächlich ist mein Vermögen bald aufgebraucht, ja. Ich habe rund vier Millionen Euro gespendet und arbeite ehrenamtlich.“ Der ehemalige Fußballprofi erklärte, dass er 14 Jahre Profifußball gespielt habe, aber nicht durchgehend Millionengehälter bezogen habe. „Mein Geld ist endlich. Deshalb sind Firmenpartnerschaften so wichtig: Sie helfen, mit mir die Stiftungskosten und damit das Fundament zu tragen.“

Subotic betonte, dass von jedem gespendeten Euro 100 Cent das Ziel erreichen, da er alle Reise- und Verwaltungskosten aus seinem Privatvermögen trägt.

Persönliche Transformation und neue Familie

Der ehemalige Fußballstar reflektierte auch seine persönliche Entwicklung: „Am Anfang meiner Fußballkarriere gab es gar keine Kontrolle. Ich hatte schnelle Autos, eine Villa mit Jacuzzi. Das war Handeln, ohne zu überlegen, einfach nur extrem.“

2010 änderte sich seine Einstellung grundlegend. Heute lebt Subotic in Dortmund, wo er durch seine Stiftung eine neue Familie gefunden hat. „Über mir wohnt eine Mitarbeiterin mit ihrem Mann und ihrer zweijährigen Tochter. Unter mir ein weiterer Freund, den ich durch die Stiftung kenne, mit seiner Familie“, erzählte er. „Ich genieße es, ‚Onkel‘ sein zu dürfen.“

Rückblick auf die Fußballkarriere

Obwohl Subotic seine Arbeit als Stiftungsmanager als „Segen“ bezeichnet, vermisst er manchmal den Fußball: „Ich hatte diese großartigen Erfolgserlebnisse vor 80.000 Fans. Der Kopf ist ganz woanders, voller Euphorie.“

Kontakt zu seinen ehemaligen Weggefährten hält er nur noch begrenzt. „Kontakt gehalten habe ich mit dem ehemaligen Pressesprecher Josef Schneck und dem Teammanager Fritz Lünschermann des BVB“, verriet Subotic. Mit seinem Ex-Trainer Jürgen Klopp, der im Vorwort von Subotics Buch „Alles geben“ schrieb, der Spieler verwandle sich „von einem Fußballer in einen Heiligen“, würde er gerne einmal ein Bier trinken: „Jetzt noch einmal gemeinsam zu reflektieren und seinen Input zu bekommen, das wäre schön.“

Subotics Engagement zeigt, wie ein Profisportler nach seiner aktiven Karriere einen sinnstiftenden Weg finden kann – auch wenn dies erhebliche persönliche und finanzielle Opfer bedeutet.

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