Kindlichen Selbstwert stärken: Wie Eltern unabhängig vom Aussehen fördern können
Kindlichen Selbstwert stärken: Eltern als Vorbild

Kindlichen Selbstwert stärken: Wie Eltern unabhängig vom Aussehen fördern können

Gesellschaftliche Schönheitsideale prägen bereits kleine Kinder in einem frühen Stadium ihrer Entwicklung. Eltern stehen vor der Herausforderung, mit diesem Einfluss umzugehen und ihren Kindern stärkende Botschaften mit auf den Weg zu geben.

Frühe Verinnerlichung von Kommentaren zum Äußeren

„Du hast heute aber ein tolles Kleid an“ oder „Das ist aber eine starke Frisur“: Solche Aussagen hören Kinder häufig, oft ohne böse Absicht. Dennoch verinnerlichen sie diese Kommentare zu ihrem Äußeren schon in jungen Jahren, wie die Zeitschrift „Apotheken Umschau Eltern“ in ihrer Ausgabe 04/2026 berichtet. Mit zunehmendem Alter verstärken gesellschaftliche Schönheitsideale dann das Denken, Verhalten und den Selbstwert von Kindern und Jugendlichen.

Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass viele Kinder früh unzufrieden mit ihrem Körper sind oder bereits als Teenager den Wunsch hegen, schlanker zu sein. Die Prägung durch äußere Bewertungen kann langfristige Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl haben.

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Eltern als Vorbilder: Körper weniger bewerten

Eltern können diesem Trend entgegenwirken, indem sie bewusst darauf achten, den Selbstwert ihrer Kinder unabhängig vom Aussehen zu stärken. Ein zentraler Ansatzpunkt ist dabei, den Körper generell möglichst wenig zu bewerten – egal, ob positiv oder negativ. Stattdessen sollten sie den Fokus auf nachhaltige und langfristig wirksame Faktoren legen.

Wertschätzende Worte zu Charakter und Fähigkeiten sind hierbei besonders effektiv. Eltern können beispielsweise betonen, wie konzentriert ihr Sohn heute in der Küche geholfen hat oder wie einfühlsam er seine Spielkameradin getröstet hat. Solche Aussagen stärken das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen und fördern ein gesundes Selbstbild.

Positive Effekte einer wertschätzenden Erziehung

Die psychologische Psychotherapeutin Marny Münnich von der Bergischen Universität Wuppertal erklärt in der Zeitschrift: „Wenn Kinder von Anfang an von ihren Eltern lernen, dass sie gut sind, wie sie sind, dann bringen sie negative Kommentare von anderen später auch nicht so leicht aus der Fassung.“ Dies unterstreicht die Bedeutung einer stabilen Basis, die Eltern durch ihre Erziehung schaffen können.

Durch diese Herangehensweise lernen Kinder eine essentielle Botschaft: Ich darf so sein, wie ich bin. Diese Einstellung hilft ihnen, sich selbst zu akzeptieren und resilienter gegenüber äußeren Einflüssen zu werden. Eltern tragen somit maßgeblich dazu bei, dass ihre Kinder ein starkes Selbstwertgefühl entwickeln, das nicht von gesellschaftlichen Normen abhängt.

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