Feminismus muss überall hinkucken – auch in migrantische Milieus
Ein Gastbeitrag von Ninve Ermagan wirft ein kritisches Licht auf die selektive Aufmerksamkeit innerhalb feministischer Bewegungen. Wie Tausende andere demonstrierte Ermagan in Berlin aus Überzeugung gegen digitale Gewalt, doch ein Störgefühl blieb. Sie betont, dass Feminismus nicht selektiv sein darf und auch in migrantischen Milieus konsequent hinschauen muss.
Das Störgefühl bei Demonstrationen
Bei der Demo gegen digitale Gewalt in Berlin zeigte sich ein Problem: Wenn Täter aus anderen Kulturkreisen stammen, bleibt es häufig zu still. Ermagan argumentiert, dass Feminismus universell sein sollte und keine Ausnahmen machen darf. Sie fordert eine inklusive Herangehensweise, die alle Formen von Gewalt gegen Frauen anspricht, unabhängig vom kulturellen Hintergrund der Täter.
Die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Feminismus
Feminismus sollte überall hinschauen – auch in migrantische Milieus. Dies bedeutet, dass Aktivisten und Gesellschaft gleichermaßen Verantwortung übernehmen müssen, um Gewalt in allen Gemeinschaften zu bekämpfen. Ermagan unterstreicht, dass selektiver Feminismus die Glaubwürdigkeit der Bewegung untergräbt und echte Gleichstellung verhindert.
Die Debatte um digitale Gewalt und kulturelle Sensibilität zeigt, wie wichtig es ist, breite Allianzen zu schmieden. Nur durch einen konsequenten Blick auf alle Milieus kann Feminismus seine transformative Kraft entfalten und nachhaltige Veränderungen bewirken.



