Im Prozess gegen die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette hat die Staatsanwaltschaft eine langjährige Freiheitsstrafe beantragt. Die Anklagebehörde fordert 15 Jahre Haft für die 68-Jährige, die unter anderem wegen versuchten Mordes und schweren Raubes angeklagt ist. Der Prozess findet vor dem Landgericht Verden statt.
Vorwürfe der Staatsanwaltschaft
Die Staatsanwaltschaft wirft Klette vor, an mehreren Raubüberfällen in den Jahren 1999 bis 2016 beteiligt gewesen zu sein, bei denen sie und ihre Komplizen Geldtransporter und Supermärkte überfielen. Dabei soll sie auch Schusswaffen eingesetzt haben, was zu versuchten Mordvorwürfen führte. Die Taten dienten nach Überzeugung der Anklage der Finanzierung des Lebens im Untergrund.
Verteidigung plädiert auf Freispruch
Die Verteidigung von Daniela Klette hat hingegen auf Freispruch plädiert. Sie argumentiert, dass die Beweise nicht ausreichen, um eine Beteiligung ihrer Mandantin an den Taten zu belegen. Zudem sei Klette bereits durch die jahrelange Fahndung und die Haftbedingungen ausreichend bestraft worden.
Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet. Der Fall Klette ist einer der prominentesten Prozesse gegen ein ehemaliges Mitglied der Roten Armee Fraktion (RAF). Die Terrororganisation verübte in den 1970er und 1980er Jahren zahlreiche Anschläge und Morde in Deutschland.



