Münchner Sicherheitskonferenz unter massivem Polizeischutz
Die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) zählt zu den bedeutendsten und prominentesten Treffen weltweit. Rund 50 Staats- und Regierungschefs sowie zahlreiche hochrangige Militärvertreter diskutieren über Krieg und Frieden. Zum Schutz dieser hochkarätigen Gäste setzen die deutschen Sicherheitsbehörden alle verfügbaren Mittel ein. Mindestens 5000 Polizeibeamte sind im Einsatz, um das Gipfeltreffen der globalen Sicherheitspolitik abzusichern.
Internationale Zusammenarbeit und Spezialeinheiten
Erstmals unterstützen Einsatzkräfte aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Frankreich die deutschen Kollegen. Spezialeinsatzkommandos (SEK) halten sich in Bereitschaft, während Scharfschützen bereits am Freitagmorgen strategische Positionen auf Dächern in der Münchner Innenstadt bezogen haben. Unter den erwarteten Gästen befinden sich US-Außenminister Marco Rubio, Reza Pahlavi, Sohn des ehemaligen iranischen Schahs, und Bundeskanzler Friedrich Merz.
Mehrstufiges Sicherheitskonzept
Der innere Sicherheitskreis konzentriert sich auf das Veranstaltungshotel Bayerischer Hof am Promenadeplatz. Hier gilt ein absolutes Betretungsverbot ohne spezielle Akkreditierung. In der erweiterten Sicherheitszone sind Ausweis- und Taschenkontrollen Standard. Das gesamte Stadtgebiet ist am Wochenende zur Flugverbotszone erklärt, wobei private und professionelle Drohnen strikt untersagt sind. Ein 5,5 Kilometer großer Radius wird mit modernen Drohnendetektoren überwacht und bei Bedarf mit Abwehranlagen bekämpft.
Vorbereitung auf Demonstrationen und Proteste
Die Polizei bereitet sich auf zahlreiche Kundgebungen vor, darunter eine Großdemonstration mit bis zu 100.000 Teilnehmern auf der Theresienwiese für Menschenrechte im Iran. Insgesamt sind 21 Protestveranstaltungen angemeldet. Vizepräsident Christian Huber, Einsatzleiter der Münchner Polizei, betont: „Eine 100-prozentige Sicherheit kann es nicht geben. Es gibt eine abstrakt hohe Gefährdungslage, aber keine konkreten Hinweise, dass irgendwas wäre.“ Speziell ausgebildete tschechische Polizisten unterstützen zusätzlich den Schutz des Flughafens, wo viele Top-Gäste landen.



