Festnahme: Darknet-Administrator soll Millionen erbeutet haben
Darknet-Admin festgenommen: Millionen erbeutet

Ermittler haben den mutmaßlichen Administrator eines früheren Darknet-Marktplatzes für Drogen, Falschgeld und ausspionierte Daten gefasst. Der 49-jährige Deutsche wurde am 7. Mai in Schleswig-Holstein festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Itzehoe und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg mitteilten. Der Marktplatz war bis 2019 aktiv. US-Behörden wurden auf den Mann aufmerksam, nachdem er begonnen hatte, Kryptowährungsbestände zu verschieben und in Gold zu investieren.

Vorwürfe: Geldwäsche und Handel mit illegalen Gütern

Die Schwerpunktabteilung Cybercrime der Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 49-Jährigen unter anderem wegen Verdachts der Geldwäsche, Beteiligung am Handel mit Betäubungsmitteln, Datenhandel und Inverkehrbringens von Falschgeld. Er soll versucht haben, Teile der illegalen Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe in den legalen Wirtschaftskreislauf zu bringen.

Durchsuchungen und Beschlagnahmungen

Bei dem Einsatz wurden drei Objekte durchsucht, zwei in Schleswig-Holstein und eines in Hamburg. Der Haftbefehl gegen den Mann wurde vollstreckt. Insgesamt wurden 11,5 Kilogramm Gold, Krügerrand-Münzen, 20.000 Euro Bargeld und umfangreiche digitale Beweismittel sichergestellt. Zudem stellten die Beamten Kryptowerte im Millionenwert auf diversen Plattformen fest. Die Verfügungsgewalt über diese digitalen Vermögenswerte wurde dem Beschuldigten entzogen.

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Die komplexen Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Datenträger, dauern an. Unterstützt wurde die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg vom Bundeskriminalamt, Landeskriminalamt Schleswig-Holstein, operativen Spezialkräften, der US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA Miami und Polizeibeamten aus Schleswig-Holstein.

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