Leipzig – Ein Montagnachmittag in der Leipziger Innenstadt endete in einer tödlichen Katastrophe: Ein Auto raste rund 600 Meter durch die belebte Fußgängerzone und forderte zwei Menschenleben. Die Opfer sind 63 und 77 Jahre alt. Zahlreiche weitere Personen wurden verletzt, einige davon schwer. Auch einen Tag nach der schrecklichen Tat herrscht in der Stadt Fassungslosigkeit und tiefe Trauer.
Der Tathergang
Gegen 14:30 Uhr am Montag lenkte der Fahrer sein Fahrzeug in die Fußgängerzone und beschleunigte auf eine Geschwindigkeit, die für die engen Gassen völlig unangemessen war. Zeugen berichten von panischen Szenen: Menschen sprangen zur Seite, um sich in Sicherheit zu bringen, doch für zwei ältere Passanten kam jede Hilfe zu spät. Der Wagen kam erst nach etwa 600 Metern zum Stehen, als er mit einer Hauswand kollidierte. Sofort eilten Passanten und Rettungskräfte zu den Verletzten.
Ermittlungen und Hintergründe
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ersten Erkenntnissen zufolge lebte der mutmaßliche Täter ungefähr zehn Kilometer vom Tatort entfernt. Die Behörden prüfen derzeit ein mögliches psychologisches Motiv. Der Fahrer wurde noch am Tatort festgenommen und wird nun vernommen. Die Staatsanwaltschaft prüft eine Anklage wegen Mordes und versuchten Mordes. Die Kriminalpolizei sicherte Spuren am Fahrzeug und am Unfallort.
Reaktionen und Trauer
Oberbürgermeister Burkhard Jung zeigte sich erschüttert: „Unser Mitgefühl gilt den Familien der Opfer und allen Verletzten. Dies ist ein dunkler Tag für Leipzig.“ Die Stadt hat Trauerbeflaggung angeordnet und eine Gedenkstätte am Tatort eingerichtet. Viele Bürger legten Blumen und Kerzen nieder. Auch der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer äußerte sich bestürzt und sprach von einer unfassbaren Tat, die die ganze Region erschüttere.
Die Fußgängerzone, normalerweise ein Ort des Flanierens und Verweilens, war am Dienstag weiträumig abgesperrt. Die Spurensicherung arbeitete unter Hochdruck. Experten des Landeskriminalamts sind eingeschaltet. Die Ermittlungen dauern an.



