Vierfach Amputierter nach tödlichem Schuss auf Freund in U-Haft – Online-Videos zeigten seine Schießkünste
Amputierter Mann nach tödlichem Schuss auf Freund in Haft

Vierfach Amputierter nach tödlichem Schuss auf Freund in U-Haft

Ein 27-jähriger Mann, dem im Alter von nur zehn Monaten aufgrund einer schweren Blutvergiftung beide Unterarme und beide Unterschenkel amputiert werden mussten, sitzt nun in Untersuchungshaft. Er wird dringend verdächtigt, einen gleichaltrigen Freund erschossen zu haben. Besonders erschütternd ist der Hintergrund: In zahlreichen Internet-Videos hatte der Beschuldigte zuvor mit seinen außergewöhnlichen Schießkünsten geprahlt – und demonstriert, wie er trotz seiner schweren Behinderung erstaunlich präzise und schnell mit Feuerwaffen umgehen kann.

Online-Prahlen mit Waffenfertigkeiten

Dayton W. aus Charlotte Hall im US-Bundesstaat Maryland zeigte sich auf YouTube als äußerst geübter Schütze. In einem Video mit dem Titel „Ohne Hände und Füße schießen wir mit einer 9‑mm‑Pistole!“ ist deutlich zu sehen, wie der 27-Jährige mit seinen Armstümpfen die Waffe innerhalb von Sekundenbruchteilen lädt, zielt und abfeuert. Am Ende des Clips lächelt er stolz in die Kamera. Ein weiteres Video dokumentiert, wie Dayton W. mit einem Gewehr auf dem Rücken eine 4,5 Meter hohe Leiter hinaufklettert. Neben seiner ungewöhnlichen Leidenschaft für Schusswaffen trat der vierfach Amputierte auch als Profisportler in der American Cornhole League in Erscheinung – einer Sportart, bei der Säckchen in Öffnungen auf einem speziellen Brett geworfen werden.

Tödlicher Streit während Autofahrt

Der tragische Vorfall ereignete sich am Sonntagabend gegen 22.25 Uhr. Dayton W. war gemeinsam mit drei Freunden in einem speziell für seine Behinderung angepassten Tesla unterwegs. Plötzlich eskalierte ein heftiger Streit zwischen ihm und seinem 27-jährigen Beifahrer Michael W. Mitten in der hitzigen Auseinandersetzung soll Dayton W. zur Waffe gegriffen und seinen Freund erschossen haben. Nach den tödlichen Schüssen hielt der Verdächtige kurz an und bat laut Angaben des Sheriffs von Charles County die anderen Insassen, ihm bei der Beseitigung der Leiche zu helfen. Die Zeugen weigerten sich jedoch, stiegen aus dem Fahrzeug aus und verließen umgehend den Tatort.

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Flucht und spektakuläre Festnahme

Daraufhin raste Dayton W. mit dem leblosen Körper seines Freundes davon. Wenig später meldete ein besorgter Anwohner der Polizei, dass in seinem Garten eine Leiche liege. Es handelte sich um den getöteten Michael W. Nach intensiver Fahndung entdeckten die Ermittler den flüchtigen Verdächtigen schließlich im benachbarten Bundesstaat Virginia. Dort suchte Dayton W. ein Krankenhaus auf, um sich behandeln zu lassen – möglicherweise hatte er sich während der Auseinandersetzung Verletzungen zugezogen. Die Polizei nahm ihn umgehend fest. Die Ermittlungen wegen Mordverdachts laufen auf Hochtouren.

Reaktionen und Betroffenheit

Die American Cornhole League bestätigte die schwerwiegenden Vorwürfe gegen ihr ehemaliges Mitglied. „Dies ist eine äußerst ernste Angelegenheit, und unsere Gedanken sind bei allen Betroffenen, einschließlich der Familie von Michael W.“, erklärte die Sportliga in einer offiziellen Stellungnahme. Der Fall wirft nicht nur Fragen zur Waffensicherheit auf, sondern auch zur psychologischen Dimension von Online-Selbstdarstellung und den möglichen Folgen eines exzessiven Waffenkults in sozialen Medien.

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