Filderstadt: Anklage nach grausigem Fund einer Frauenleiche in Rollkoffer
Nach dem schockierenden Fund einer stark verwesten Frauenleiche in einem Rollkoffer unter einer Brücke in Filderstadt bei Stuttgart hat die Staatsanwaltschaft nun offiziell Anklage wegen Totschlags erhoben. Der Beschuldigte ist ein 51-jähriger Bekannter des Opfers, der sich demnächst vor Gericht verantworten muss.
Tatverdächtiger und Opfer kannten sich aus Drogenmilieu
Laut Angaben der Justizbehörden sollen sich der mutmaßliche Täter und die 39-jährige Frau in den Wochen vor der Tat im Stuttgarter Drogenmilieu kennengelernt haben. Der Vorwurf lautet, dass der Mann die Frau Ende Juli 2025 in seiner Wohnung am Ortsrand von Filderstadt-Bonlanden getötet habe. Anschließend verstaute er die Leiche in einem Rollkoffer und deponierte diesen unter einer Brücke in der Nähe eines Spielplatzes.
Wochenlanger Fund und starke Verwesung
Der grausige Fund wurde erst Wochen später von zwei Mitarbeitern des städtischen Bauhofs gemacht. Aufgrund der sommerlichen Hitze war die Leiche zu diesem Zeitpunkt bereits stark verwest und teilweise skelettiert, was die Identifizierung und Untersuchung erheblich erschwerte. Die genaue Todesursache und der Todeszeitpunkt sind bisher unklar und sollen durch eine Obduktion näher aufgeklärt werden.
Ermittlungen und Schweigen des Beschuldigten
Zur Aufklärung der Todesumstände hat die Kriminalpolizeidirektion Esslingen eine 44-köpfige Sonderkommission eingerichtet, die auf Zeugenhinweise hofft. Der tatverdächtige 51-Jährige hat bislang von seinem Recht Gebrauch gemacht, sich nicht zu den Vorwürfen zu äußern. Das Stuttgarter Landgericht muss nun entscheiden, ob es die Anklage zulässt und einen Prozess ansetzt – ein Schritt, der in solchen Fällen üblicherweise erfolgt.
Die Ermittler betonen, dass weitere Details erst im Laufe des Verfahrens bekannt werden. Die Anklage markiert einen wichtigen Schritt in der Aufarbeitung dieses tragischen Falls, der die Region erschüttert hat.



