Eine antisemitische Pöbel-Attacke erschüttert das Berliner Regierungsviertel. Zwei Studenten, die zuvor an einer Diskussion über Antisemitismus im Reichstag teilgenommen hatten, wurden auf offener Straße beschimpft und bedroht. Die beiden jungen Männer, Ron Dekel (24) und Tim K. (21), trugen Kippa, die traditionelle jüdische Kopfbedeckung, als sie am Spreeufer in Richtung Bahnhof Friedrichstraße unterwegs waren.
Der Vorfall im Detail
Plötzlich stoppte ein Golf mit zwei Frauen neben ihnen. Aus dem Fahrzeug heraus wurden die Studenten mit antisemitischen Beleidigungen attackiert. Die Täterinnen filmten die gesamte Situation mit ihren Handys. Die Studenten reagierten besonnen und dokumentierten den Vorfall ebenfalls mit ihren Smartphones. Die Aufnahmen zeigen die aggressive Stimmung der Angreiferinnen, die die jungen Männer unvermittelt anfeindeten.
Reaktionen und Folgen
Der Vorfall ereignete sich am 27. April 2026 gegen 18:20 Uhr. Die Polizei wurde informiert und ermittelt nun wegen Volksverhetzung und Beleidigung. Die betroffenen Studenten zeigten sich erschüttert über die offene Feindseligkeit mitten in der Hauptstadt. „Wir haben nur einen Spaziergang gemacht und wurden ohne Grund angegriffen“, sagte Ron Dekel. Die Diskussion über Antisemitismus, an der sie zuvor teilgenommen hatten, bekam damit eine unmittelbare und erschreckende Realität.
Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die zunehmende antisemitische Gewalt in Deutschland. Organisationen wie der Zentralrat der Juden verurteilten die Tat scharf und forderten mehr Schutz für jüdische Menschen im öffentlichen Raum. Die Berliner Senatsverwaltung kündigte eine verstärkte Polizeipräsenz in der Umgebung des Regierungsviertels an.



