Erneute antisemitische Aushänge an Kunsthochschule Burg Giebichenstein
Antisemitische Vorfälle an Kunsthochschule Halle

An der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle ist es erneut zu antisemitischen Vorfällen gekommen. Wie die Hochschule mitteilte, wurden seit dem 30. April wiederholt Aushänge auf dem Campus angebracht, die die Jüdische Gemeinde Halle diffamierten. Der Inhalt dieser Aushänge sei eindeutig als antisemitisch einzuordnen.

Maßnahmen der Hochschule

Die Aushänge wurden fortlaufend entfernt, und die Verbreitung wurde dokumentiert. Die rechtliche Prüfung der Inhalte wurde eingeleitet. Die Hochschule bereitet die Übergabe der Unterlagen an die zuständigen Behörden vor.

Vorwürfe gegen die Jüdische Gemeinde

In den Aushängen wurde der Jüdischen Gemeinde Rassismus vorgeworfen. Die Hochschule betonte: „Die Jüdische Gemeinde Halle ist ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft, und wir stehen als Hochschulgemeinschaft im Austausch mit ihren Angehörigen.“ Der Austausch zwischen Hochschule, Studenten und Gemeinde soll gestärkt werden. „Gerade weil sich der Aushang gegen genau diese Formen des Austauschs gerichtet hat, ist es uns wichtig, sie zu verteidigen.“

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Reaktionen aus der Politik

Die FDP fordert Konsequenzen. Der hochschulpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Konstantin Pott, sagte: „Die Verantwortlichen dürfen sich nicht wegducken. Besonders schwer wiegt die Tatsache, dass dies nicht der erste Vorfall dieser Art an der Burg ist. Es zeigt sich ein erschreckendes Muster.“ Die Liberalen betonten, dass Angriffe auf jüdische Einrichtungen oder Gemeinden nicht als politische Kritik zu werten seien, sondern als Antisemitismus.

Vorangegangene Vorfälle

Bereits im vergangenen Jahr sah sich die Hochschule Antisemitismus-Vorwürfen ausgesetzt. Im Zusammenhang mit einem Kunstwerk bei der Jahresausstellung hatte sich Kritik an einem studentischen Relief entzündet, das laut dem Bündnis gegen Antisemitismus Halle eine übergroße Palästinaflagge und eine Form zeigte, die an antisemitische Bildsprache erinnere. Die Hochschule wies den Vorwurf damals zurück.

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