Tragödie in Brunsbüttel: Vier Monate altes Baby Ashley verhungerte – Eltern wegen Mordes angeklagt
Baby Ashley verhungert: Eltern wegen Mordes angeklagt

Tragischer Tod eines Säuglings erschüttert Deutschland

Ein Fall von unfassbarer Grausamkeit bewegt derzeit die Bundesrepublik. Die kleine Ashley aus Brunsbüttel wurde nur vier Monate alt. Nun hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe Anklage gegen ihre 24-jährigen Eltern erhoben – wegen gemeinschaftlich durch Unterlassen begangenen Mordes.

Ein Monat des Hungers und Leidens

Laut Ermittlungsergebnissen haben die Eltern ihr eigenes Kind über einen Zeitraum von einem Monat nicht ausreichend ernährt und mit Flüssigkeit versorgt. Peter Müller-Rakow, Sprecher der Staatsanwaltschaft, erklärte: „Das Ganze soll zu erheblichen Leiden des Kindes geführt haben.“ Am 26. September 2025 starb das Baby mutmaßlich an den Folgen dieser massiven Unterversorgung.

Die Staatsanwaltschaft sieht bei den Eltern das Mordmerkmal der Grausamkeit als erfüllt an. Der Vorwurf lautet, dass sie das Leid ihres eigenen Kindes billigend in Kauf genommen hätten, obwohl sie zu dessen Schutz und Versorgung verpflichtet gewesen wären. Beide Angeklagten befinden sich weiterhin in Untersuchungshaft. Sie bestreiten jedoch eine Schuld am Tod ihres Kindes.

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Jugendamt unter Verdacht

Nicht nur die Eltern stehen im Fokus der Ermittlungen. Auch das Jugendamt des Kreises Dithmarschen wird intensiv untersucht. Welche Hinweise auf eine Gefährdung vorlagen und welche Maßnahmen ergriffen wurden, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Die Oma des verstorbenen Babys äußerte sich in einer schriftlichen Nachricht: „Wir und noch viele andere standen seit einem Jahr mit dem Jugendamt in Kontakt, welches leider auf ganzer Linie versagt hat.“

Die Staatsanwaltschaft ließ sowohl die Dienststelle des Jugendamtes in Heide als auch die private Wohnung eines Mitarbeiters durchsuchen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob das Jugendamt nur drei Tage vor dem Tod von Baby Ashley noch im Haus der Familie war.

Weitere Kinder betroffen

Die Eltern haben neben dem verstorbenen Baby auch knapp dreijährige Zwillingsmädchen. Die Geschwister befinden sich aktuell in einer Betreuungseinrichtung und sollen ebenfalls unterernährt sein. Die Zwillinge waren offenbar bereits vor dem tragischen Vorfall ein Indiz für Überforderung der Eltern.

Weitere Beschuldigte im Bekanntenkreis

Neben dem Jugendamtsmitarbeiter, gegen den wegen Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt wird, gibt es zwei weitere Beschuldigte. Einer wird der Misshandlung von Schutzbefohlenen, der andere der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen verdächtigt.

Peter Müller-Rakow bestätigte: „Die beiden weiteren Beschuldigten stammen aus dem Bekanntenkreis der inhaftierten Eltern. Einer davon bekam täglich die Verhältnisse mit, in denen die Kinder lebten, und soll nicht zu deren Gunsten eingegriffen haben.“

Trauer in der Nachbarschaft

In Brunsbüttel haben Nachbarn am Wohnhaus der Familie Kerzen angezündet sowie Blumen und Stofftiere niedergelegt. Die Trauer um das kleine Mädchen ist groß, und die Frage, wie so etwas passieren konnte, bleibt unbeantwortet.

Über die Anklage wird das Landgericht Itzehoe – Schwurgericht – entscheiden. Ein Termin für den Prozess steht noch aus. Ein kleiner Mensch ist tot, und eine ganze Gemeinde trauert.

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