Prozess in Berlin: 43-Jähriger wegen Mordes mit Eisenstange und Messer angeklagt
Berlin: Prozess um tödlichen Angriff mit Eisenstange und Messer

Prozess in Berlin: 43-Jähriger wegen Mordes mit Eisenstange und Messer angeklagt

Vor dem Berliner Landgericht hat ein aufsehenerregender Mordprozess begonnen. Ein 43-jähriger Mann muss sich wegen des gewaltsamen Todes eines 48-jährigen Bekannten verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm einen heimtückischen Mord vor, nachdem er sich selbst bei der Polizei gemeldet hatte.

Tödlicher Angriff in der Wohnung in Berlin-Mitte

Der mutmaßliche Täter soll sein Opfer in dessen Wohnung in der Leipziger Straße in Berlin-Mitte attackiert haben. Laut Anklage schlug der Angeklagte den 48-Jährigen, der im Bett lag und möglicherweise schlief, zunächst mit einer Eisenstange gegen den Kopf. Anschließend stach er achtmal mit einem Messer in Rücken und rechte Flanke des Opfers. Zum Schluss drückte er dem Mann ein Kissen auf das Gesicht.

Ein Notarzt konnte bei seinem Eintreffen nur noch den Tod des 48-Jährigen feststellen. Die Polizei hatte den Vorfall am 27. September des vergangenen Jahres aufgenommen, nachdem sich der 43-Jährige freiwillig auf einem Polizeiabschnitt gemeldet und zugegeben hatte, einen anderen Mann schwer verletzt zu haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Hintergrund der Tat und Prozessverlauf

Der Angeklagte, der ursprünglich aus Litauen stammt, hielt sich seit 2023 in Berlin auf. Er war obdachlos und verdiente sich seinen Lebensunterhalt durch das Sammeln von Pfandflaschen. Drei bis vier Monate vor der tödlichen Attacke hatten sich die beiden Männer kennengelernt. Der 48-Jährige aus Berlin lud den Wohnungslosen zu sich ein, sie kamen sich näher, und der Angeklagte übernachtete schließlich in der Wohnung des Opfers.

Der Prozess wirft auch die Frage auf, ob der 43-Jährige an einer psychischen Erkrankung leidet. Bislang sind vier weitere Verhandlungstage bis zum 27. Februar angesetzt. Ob sich der Angeklagte zu den schwerwiegenden Vorwürfen äußern wird, blieb zu Prozessbeginn zunächst unklar. Er befindet sich seit seiner Festnahme kurz nach der Tat in Haft.

Die Ermittler gehen von einem heimtückischen Mord aus, da das Opfer zum Zeitpunkt des Angriffs wehrlos im Bett gelegen haben soll. Die genauen Motive für die brutale Tat werden im Laufe des Verfahrens weiter aufgeklärt werden müssen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration