Seit dem vergangenen Samstag ist das Hauptgebäude der Technischen Universität Berlin aufgrund erheblicher baulicher Mängel geschlossen. Wann Studierende und Mitarbeiter zurückkehren können, bleibt ungewiss. Die Präsidentin der Hochschule, Fatma Deniz, erklärte auf einem Pressetermin, dass es derzeit sehr schwer sei, einen konkreten Zeitplan zu nennen. Die Schließung erfolgte nach einer Begehung durch Behörden und die Berliner Feuerwehr, bei der massive Mängel festgestellt wurden.
Masterplan zur Schadensbewertung
Zunächst müsse ein vollständiger Überblick über die Schäden gewonnen werden, so Deniz. Bei der Begehung seien sehr große Mängel sichtbar geworden, die nun systematisch abgearbeitet würden. „Wir machen jetzt diesen Masterplan erst mal“, sagte die Präsidentin. Dabei werde geprüft, welche Maßnahmen kurzfristig und welche mittelfristig umgesetzt werden müssten. Zudem stehe die Frage im Raum, von wo finanzielle und personelle Unterstützung komme. Die Universität stehe im engen Austausch mit der Senatsverwaltung, betonte Deniz.
Senatorin warnt vor überstürzter Wiedereröffnung
Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) äußerte den Wunsch, dass das Gebäude so schnell wie möglich wieder geöffnet werden könne, idealerweise noch während des Semesters, um in den Semesterferien weitere Arbeiten durchführen zu können. Allerdings betonte sie: „Es hat keinen Zweck, wenn wir den einen Mangel beseitigt haben, wieder zu öffnen und dann kommt ein neuer, größerer Mangel, der die Schließung wieder nötig macht.“ Ein solches Vorgehen sei kein guter Plan. Daher gelte: so schnell wie möglich, mit allen verfügbaren Kräften und Unterstützung, aber nicht kopflos.
Die Universität arbeitet nun mit Hochdruck an der Erstellung des Masterplans, um die Sicherheit im Hauptgebäude wiederherzustellen und den Lehr- und Forschungsbetrieb so bald wie möglich wieder aufnehmen zu können.



