Landesregierung erwägt Denkmal für gestrandeten Buckelwal
Buckelwal-Denkmal: Landesregierung prüft Idee

Der in der Ostsee vor Poel gestrandete Buckelwal hat über Wochen die Menschen in Deutschland bewegt. Nun könnte das Tier tatsächlich ein Denkmal erhalten. Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte solche Gedanken im emotionalen Auf und Ab der Walrettungsversuche geäußert. Nicht jeder nahm dies offenbar ernst – doch laut Innenminister Christian Pegel (SPD) sollte man dies durchaus tun.

Frage im Landtag zum Stand der Planungen

Pegel beantwortete am Donnerstag als Vertreter des abwesenden Umweltministers im Landtag eine Frage des Abgeordneten Martin Schmidt (AfD). Dieser wollte wissen: Wie ist der Stand der Dinge, welche Kosten sind zu erwarten und mit welcher Kommune wurde gesprochen? Pegel wich diplomatisch aus, sprach jedoch von „einem möglichen Denkmal“. Es habe solche Überlegungen „vor Ort“ gegeben, „ob man daraus ein Denkmal werden lassen könnte“. Derzeit gebe es aber „keine konkreten Planungen, erst recht keine Kosten“. Dazu müsse man zunächst mit der Gemeinde ins Gespräch kommen.

Künstlerwettbewerb als Option

Pegel windet sich wie ein Wal im Geisternetz: „Die Idee ist lediglich gewesen, und zwar von verschiedenen Beteiligten, über die Gestalt des Buckelwals als Figur einem Künstlerwettbewerb ...“ – ein vollständiger Satz wird daraus nicht mehr. Er fügte hinzu: „... und im Hafen von Kirchdorf gegebenenfalls in Erinnerung an dieses Ereignis ein entsprechendes Denkmal aufzustellen.“ Konkretes sei „bisher nicht diskutiert und festgelegt“.

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Humorvolle Note des Innenministers

Ob Anfrage und Antwort zum Buckelwal-Denkmal nicht ganz ernst gemeint waren, ist nicht überliefert. Allerdings witzelte selbst der sonst sehr seriöse Innenminister in seiner Ausführung. Während andere den Wal „Timmy“ nennen, bleibe er bei der sachlichen Bezeichnung Buckelwal. „Denn mir hat er seinen Namen nicht verraten“, so Pegel.

Backhaus fehlte übrigens am Donnerstag im Landtag – weil er auf der Konferenz der Umweltminister von Bund und Ländern zum Thema Rettung von und Umgang mit Walen sprechen wolle, so Pegel. Dort gehe es sicher auch um das Problem gefährlicher Geisternetze in der Ostsee.

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