Brandanschlag in Bitterfeld: Drei Verletzte bei Feuer in Mehrfamilienhaus - Polizei ermittelt wegen versuchten Mordes
Bei einem schweren Brand in einem Mehrfamilienhaus in Bitterfeld sind in der Nacht zum Montag, dem 16. März 2026, drei Personen verletzt worden, darunter zwei Kinder. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des versuchten Mordes eingeleitet, nachdem sich Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung verdichtet haben. Die Feuerwehr wurde gegen 4 Uhr in die Walter-Rathenau-Straße alarmiert, wo der Brand im Eingangsbereich des Gebäudes ausgebrochen war.
Vorsätzliche Brandlegung mit schwerwiegenden Folgen
Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft deuten klar auf eine absichtlich gelegte Feuerstätte hin. „Es liegen Hinweise auf eine vorsätzliche Brandlegung vor“, teilten die Behörden in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Montagnachmittag mit. Die betroffenen Bewohner, eine 33-jährige Mutter und ihre beiden Kinder im Alter von einem und 13 Jahren, erlitten Verdacht auf Rauchgasvergiftung und mussten zur weiteren Behandlung in das Bitterfelder Krankenhaus eingeliefert werden.
Großaufgebot der Einsatzkräfte im Einsatz
Neben der Ortsfeuerwehr Bitterfeld waren auch die Feuerwehren aus Holzweißig und Greppin im Einsatz, um das stark verrauchte Treppenhaus unter Kontrolle zu bringen. Ein Trupp unter schwerem Atemschutz konnte das Feuer im Eingangsbereich schnell löschen. Da nicht auszuschließen war, dass Rauch in die Wohnungen eingedrungen war, mussten alle Wohnungen systematisch kontrolliert werden, berichteten die Einsatzkräfte vor Ort.
Rettungsaktion unter schwierigen Bedingungen
Die Wohnung im ersten Obergeschoss musste gewaltsam geöffnet werden, um die vier Bewohner zu retten. Die beiden Kinder und ihre Mutter wurden mit speziellen Fluchthauben über das Treppenhaus ins Freie gebracht und dem Rettungsdienst übergeben. Drei Katzen und ein Hund konnten ebenfalls gerettet werden, während die Bewohner im Dachgeschoss in ihren Wohnungen bleiben konnten, nachdem das Treppenhaus zwangsbelüftet worden war.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Der entstandene Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Polizei bittet nun dringend um Zeugenhinweise. Personen mit relevanten Informationen können sich beim Revierkommissariat in Bitterfeld-Wolfen unter der Telefonnummer 03493 / 301-290 melden oder per E-Mail Kontakt aufnehmen. Die Ermittler hoffen, durch öffentliche Mithilfe schnell weitere Erkenntnisse zu dem mutmaßlichen Brandanschlag zu gewinnen.



