Brandstiftung in Wittenberge: Mehrfamilienhaus nach Feuer unbewohnbar
Brandstiftung in Wittenberge: Haus unbewohnbar

Vorsätzliche Brandstiftung in Wittenberger Mehrfamilienhaus

Nach einem verheerenden Brand in einem Mehrfamilienhaus in Wittenberge haben Kriminaltechniker nun die Ursache des Feuers ermittelt. Die Experten gehen eindeutig von vorsätzlicher Brandstiftung aus, wie die Polizei am Montag mitteilte. Ein technischer Defekt konnte nach intensiven Untersuchungen vollständig ausgeschlossen werden.

Einsatz am Karl-Marx-Platz

Der Brand brach am Samstagnachmittag gegen 16.45 Uhr in einem Wohnhaus am Karl-Marx-Platz aus, nur wenige Meter vom historischen Rathaus entfernt. Ein aufmerksamer Jugendlicher hatte zunächst Rauch aus einem Kellerabteil bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert. Laut offiziellen Angaben der Feuerwehr Wittenberge standen innerhalb kürzester Zeit zwei vollständige Kellerabteilungen in Vollbrand.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da die Flammen sich rasch ausbreiteten. Insgesamt 35 Einsatzkräfte aus Wittenberge und der Nachbarstadt Perleberg waren vor Ort im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Gegen 21 Uhr konnte die Feuerwehr den Einsatz schließlich beenden.

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Evakuierung und Verkehrsbeeinträchtigungen

Während der Löscharbeiten mussten Polizeibeamte und Feuerwehrkräfte sämtliche Anwohner des Mehrparteienhauses evakuieren. Zum Glück blieben alle Bewohner unverletzt, wie die Behörden betonten. Allerdings kam es rund um den Brandort für etwa vier Stunden zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen, da mehrere Straßen gesperrt werden mussten.

Das Haus selbst ist durch den Brand und die Löscharbeiten schwer beschädigt worden. Besonders betroffen sind die Leitungsinstallationen, die so stark in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass das Gebäude derzeit nicht bewohnbar ist. Ein Sachverständiger muss nun die genauen Schäden begutachten, bevor über mögliche Sanierungsmaßnahmen entschieden werden kann.

18 Bewohner benötigen Übergangswohnungen

Für die insgesamt 18 betroffenen Bewohner hat die örtliche Wohnungsbaugesellschaft WGW bereits Übergangswohnungen bereitgestellt. Torsten Diehn, Geschäftsführer der WGW, erklärte: "Das Haus bleibt vorerst unbewohnbar, da noch eine umfassende Begutachtung durch unseren Sachverständigen erfolgen muss. Wir stehen natürlich in engem Kontakt mit allen betroffenen Mietern."

Der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf etwa 50.000 Euro geschätzt, könnte sich nach Abschluss aller Untersuchungen jedoch noch erhöhen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nach Hinweisen, die zur Aufklärung dieser mutmaßlichen Brandstiftung führen könnten.

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