Brandursache in Kehler Disco bleibt rätselhaft – Gebäude komplett zerstört
Brandursache in Kehler Disco rätselhaft – Gebäude zerstört

Feuer in Kehler Disco: Rätselhafte Brandursache beschäftigt Ermittler

Nach dem verheerenden Feuer in einer Großraum-Disco in Kehl am frühen Sonntagmorgen suchen Experten weiterhin intensiv nach der Ursache für den Ausbruch der Flammen. Die Ermittlungen gestalten sich als äußerst kompliziert, da das Feuer den Club weitgehend zerstört hat. Besonders der hintere Teil der Halle liegt buchstäblich in Schutt und Asche, was die Spurensuche erheblich erschwert.

Hunderte Gäste konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen

Der Brand war in den frühen Morgenstunden in der Disco unweit der französischen Grenze ausgebrochen, einem bei jungen Franzosen besonders beliebten Veranstaltungsort. Erfreulicherweise gelang es Hunderten von Feiernden, sich rechtzeitig ins Freie zu retten. Niemand wurde bei dem Vorfall schwer verletzt, was die Einsatzkräfte als großen Erfolg werten.

David Oster, der Einsatzleiter der Kehler Feuerwehr, lobte ausdrücklich den Betreiber der Disco und dessen Sicherheitspersonal. „Die Besucherinnen und Besucher wurden von den Security-Kräften koordiniert über die drei Straßen abgeleitet“, erklärte Oster. Diese geordnete Evakuierung trug maßgeblich dazu bei, dass es zu keinen Personenschäden kam.

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Gebäude nicht mehr zu retten – Abrissarbeiten notwendig

Mindestens 80 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst waren mitten in der Nacht zum Sonntag ausgerückt, um den Brand zu bekämpfen. Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig: Ein Teil des Daches stürzte während der Bemühungen ein, was die Situation zusätzlich gefährdete.

In den Stunden nach dem Ausbruch mussten Bagger Wände der Halle im Industriegebiet einreißen, damit die Feuerwehr die letzten Glutnester löschen konnte. „Nachdem das Abrissunternehmen eine Wand der Diskothek geöffnet hatte, zeichnete sich rasch ab, dass das Gebäude nicht mehr zu retten ist“, teilte die Feuerwehr mit. Bis zum Nachmittag wurde der größte Teil des Gebäudes abgerissen.

Schadenshöhe noch unklar – Nachbargebäude betroffen

Bislang gibt es noch keine verlässlichen Schätzungen zur Höhe des entstandenen Schadens. Experten gehen jedoch davon aus, dass dieser noch höher ausfallen wird als zunächst angenommen. Gründe dafür sind:

  • Eine große Menge Löschwasser drang in ein Nachbargebäude ein
  • Die Diskothek musste bereits in der Nacht vom Stromnetz genommen werden
  • Eine benachbarte Apotheke war ebenfalls von der Stromabschaltung betroffen

Bei der Apotheke lässt sich der genaue Schaden laut Feuerwehr noch nicht abschätzen, da die Medikamente nicht mehr gekühlt werden konnten. Für die Nacht zum Montag war zunächst eine sechs- bis achtköpfige Brandwache vorgesehen, die die Brandstelle in regelmäßigen Abständen kontrollieren sollte.

Erinnerungen an frühere Brandkatastrophen

Das Feuer in Kehl weckt bei vielen Erinnerungen an das verheerende Silvester-Inferno von Crans-Montana in der Schweiz. Bei dieser Brandkatastrophe zum Jahreswechsel kamen 41 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt. Auslöser waren damals funkensprühende Partyfontänen, die Schaumstoff an der Decke in Brand setzten.

Kehls Oberbürgermeister Wolfram Britz zeigte sich nach einem Besuch am Ort des Brandes erleichtert über den glimpflichen Ausgang. „Ich bin glücklich und erleichtert, dass durch den Brand niemand verletzt wurde“, sagte der Rathauschef. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache in der Kehler Disco dauern indes weiter an.

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