Serienmäßiger Diebstahl von Bronzestatuen: Prozess in Berlin gestartet
Bronzestatuen-Diebstahl: Prozess in Berlin begonnen

Prozessauftakt in Berlin: Serienmäßiger Diebstahl von Bronzestatuen

Berlin - Nach einer Serie von Diebstählen von Bronzestatuen aus öffentlichen Parks und von Friedhöfen hat am heutigen Dienstag ein Prozess gegen ein Ehepaar vor dem Berliner Landgericht begonnen. Der 68-jährige Mann und seine 63-jährige Frau sollen in 39 Fällen Kunstobjekte gestohlen oder gestohlene Ware von unbekannten Tätern erworben haben. Ein dritter Angeklagter, ein 56-Jähriger, soll die gestohlenen Skulpturen erworben haben.

Schwere Vorwürfe: Gewerbsmäßiger Diebstahl und Hehlerei

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Ehepaar gewerbsmäßigen Diebstahl sowie gewerbsmäßige Hehlerei vor. Sie hat die Einziehung von Taterlösen in Höhe von rund 362.000 Euro beantragt. Gegen den 56-Jährigen soll eine Summe von etwa 350.000 Euro eingezogen werden. Der 56-Jährige kündigte an, sich voraussichtlich am zweiten Verhandlungstag, dem 6. Mai, zu den Vorwürfen zu äußern.

Diebstähle zwischen 2021 und 2025

Die Taten ereigneten sich im Zeitraum von 2021 bis 2025. Die Anklage listet rund 40 Bronzestatuen mit einem Wert von bis zu 100.000 Euro sowie diverse Reliefplatten und Zaunteile auf. Die meisten Objekte wurden von Friedhöfen in Berlin gestohlen. Betroffen waren auch Friedhöfe in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg.

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Organisierte Vorgehensweise des Ehepaars

Bereits spätestens 2018 sollen der 68-Jährige und seine Frau mit bislang unbekannten Mittätern beschlossen haben, Kunstobjekte hauptsächlich von Friedhöfen zu stehlen und gewinnbringend zu verkaufen. Der 68-Jährige war laut Anklage für die Organisation verantwortlich: Er spähte die Tatorte aus und beschaffte die notwendigen Mittel für den Abtransport der teils bis zu 150 Kilogramm schweren Skulpturen. Seine Ehefrau begleitete ihn regelmäßig nachts zu den Tatorten. Das Diebesgut wurde dann dem mutmaßlichen Hehler angeboten.

Öffentliche Fahndung und Ermittlungen

Die Polizei fahndete wiederholt öffentlich nach den Kunstwerken. Hinweise aus der Bevölkerung führten schließlich auf die Spur der Angeklagten. Der Prozess ist vorerst bis zum 2. Juli terminiert.

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