Kohlenmonoxid-Alarm in Rostocker Kart-Halle: 70 Gäste evakuiert, drei im Krankenhaus
CO-Vergiftung bei Kart-Rennen in Rostock: 70 Evakuierte

Kohlenmonoxid-Vorfall legt 24-Stunden-Kart-Event in Rostock lahm

Ein spektakulärer Einsatz von Feuerwehr und Polizei hat am vergangenen Wochenende ein 24-Stunden-Kart-Rennen in Rostock-Schmarl abrupt beendet. In der Go-Kart-Halle in der Industriestraße kam es zu einer gefährlichen Kohlenmonoxid-Konzentration, die zur Evakuierung von rund 70 Gästen führte. Drei Personen mussten mit Verdacht auf CO-Vergiftung in Krankenhäuser gebracht werden, konnten diese aber später wieder verlassen.

Feuerwehr mit Messwagen für Gefahrstoffe im Einsatz

Die Berufsfeuerwehr Rostock wurde am Samstagabend, dem 28. März, um 19.46 Uhr alarmiert, nachdem mehrere Besucher des Events über Atemwegsreizungen und Unwohlsein klagten. Sechs Fahrzeuge, darunter ein spezieller Messwagen für Gefahrstoffe, rückten nach Schmarl aus. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle lösten sowohl die CO-Warner der Einsatzkräfte als auch professionelle Messgeräte sofort Alarm aus. Die gemessenen Werte des extrem giftigen, farb-, geruch- und geschmacklosen Gases Kohlenmonoxid waren deutlich erhöht.

Daraufhin ordnete die Einsatzleitung die sofortige Evakuierung aller Personen aus dem Bistro und dem Aufenthaltsbereich der Halle an. Die betroffenen Gäste wurden umgehend in die Lobby des angrenzenden HCC gebracht, wo sie in Sicherheit waren. Unterdessen führten Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz detaillierte Messungen in allen Räumen des Gebäudes durch, um das genaue Ausmaß der Kontamination zu ermitteln.

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Drei Verletzte und umfangreiche Dekontaminationsmaßnahmen

Insgesamt drei Personen zeigten deutliche Symptome einer möglichen Kohlenmonoxid-Vergiftung und wurden vorsorglich per Rettungswagen in örtliche Krankenhäuser transportiert. Alle drei konnten die medizinischen Einrichtungen nach der Behandlung jedoch wieder verlassen. Ein hinzugezogener Notarzt sichtete die verbliebenen evakuierten Personen, die keine Beschwerden aufwiesen, und gab Entwarnung.

Um die gefährliche Gaskonzentration zu senken, setzte die Feuerwehr spezielle Überdrucklüfter ein. Diese Maßnahme zeigte Erfolg: Gegen 21.50 Uhr am Samstagabend waren keine erhöhten Kohlenmonoxid-Werte mehr messbar. Die Einsatzleitung erlaubte daraufhin den Gästen, kurzzeitig das Gebäude zu betreten, um ihre persönlichen Wertsachen zu holen. Gegen 22.15 Uhr konnten alle Personen den Ort des Geschehens endgültig verlassen, die Übergabe der Halle an den Eigentümer erfolgte um 22.30 Uhr.

Defekte Abgasanlage als Ursache – keine strafrechtlichen Ermittlungen

Die Ermittlungen von Polizei und Feuerwehr ergaben, dass die erhöhten Kohlenmonoxid-Werte offenbar auf einen Defekt in der Abgasanlage der Kart-Halle zurückzuführen sind. Da es sich dabei um einen technischen Mangel und nicht um vorsätzliches Handeln handelt, schließen sich für die Polizei keine weiteren strafrechtlichen Ermittlungen an. Der Vorfall unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Wartung und Überprüfung technischer Anlagen in solchen Freizeiteinrichtungen.

Der Einsatz der Rettungskräfte verlief trotz der komplexen Lage reibungslos und professionell. Die schnelle Evakuierung und die umsichtigen medizinischen Maßnahmen verhinderten Schlimmeres. Für die Veranstalter und den Hallenbetreiber dürften nun jedoch intensive Prüfungen der Sicherheitsvorkehrungen anstehen, um ähnliche Vorfälle in Zukunft auszuschließen.

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