Diesel-Diebstahl auf A3: Polizei stellt 135 Liter gestohlenen Kraftstoff bei Passau sicher
In Zeiten explodierender Spritpreise hat die Polizei auf der Autobahn 3 bei Passau zwei Männer mit mutmaßlich gestohlenem Diesel gestoppt. Bei einer Kontrolle an der Grenze zu Österreich entdeckten Beamte der Grenzpolizeiinspektion Passau im Kofferraum des Fahrzeugs sieben Kanister, davon fünf mit Diesel gefüllt und zwei leer. Insgesamt wurden 135 Liter des Kraftstoffs sichergestellt.
Verdächtige Ausrüstung und widersprüchliche Angaben
Zwischen zwei Kanistern versteckt fanden die Polizisten zudem einen Schlauch, der typischerweise zum Abpumpen von Kraftstoff verwendet wird. Die beiden Männer im Alter von 26 und 54 Jahren gaben an, auf dem Weg nach Österreich zu sein und den Diesel vor etwa zwei bis drei Wochen in Belgien gekauft zu haben. Allerdings konnten sie keine Tankquittung vorlegen, was die Ermittler skeptisch machte.
Die Polizei geht daher davon aus, dass der Diesel möglicherweise aus verschiedenen Fahrzeugen abgepumpt worden sein könnte. Aufgrund der verdächtigen Umstände wurde der Kraftstoff beschlagnahmt und die beiden Männer zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle gebracht.
Ermittlungen wegen schweren Diebstahls
Gegen die Verdächtigen wird nun wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Diebstahls an einem Kraftfahrzeug ermittelt. Dieser Vorfall fällt in eine Zeit, in der die Spritpreise in Deutschland Rekordniveaus erreicht haben. Zum Start ins lange Osterwochenende lag der Diesel-Preis im Durchschnitt so hoch wie noch nie zuvor.
Laut ADAC kostete ein Liter Diesel am Karfreitag im Tagesdurchschnitt 2,391 Euro, was ein neues Allzeithoch markiert. Sowohl Diesel als auch Benzin waren in den vergangenen Tagen permanent teurer geworden, was möglicherweise zu einem Anstieg von Kraftstoffdiebstählen beigetragen hat.
Die Polizei betont, dass solche Vorfälle ernst genommen werden und intensiv verfolgt werden. Die Sicherstellung des Diesels und die laufenden Ermittlungen unterstreichen die Bemühungen, gegen diese Form der Kriminalität vorzugehen, insbesondere in einer Phase hoher finanzieller Belastungen für Verbraucher.



