Elmshorn: Drogenfund in Omas Keller - Polizei folgt Grasgeruch zu Großmutter-Kellerabteil
Drogen in Omas Keller: Polizei folgt Grasgeruch in Elmshorn

Durchsuchung in Elmshorn: Grasgeruch führt Polizei zu Drogenversteck in Omas Keller

Ein junger Mann aus Elmshorn hat offenbar nicht den eigenen, sondern den Keller seiner Großmutter als Lager für eine beträchtliche Menge Cannabis genutzt. Die Polizei kam ihm auf die Schliche, nachdem er sich am örtlichen Bahnhof verdächtig gemacht hatte. Das Versteck fand die Bundespolizei schließlich mit Hilfe ihrer guten Spürnasen – im wahrsten Sinne des Wortes.

Verdächtige Beobachtung am Bahnhof Elmshorn

Alles begann Anfang der Woche, als Bundespolizisten während eines Streifengangs in der Nähe des Elmshorner Bahnhofs unterwegs waren. Wie in einer offiziellen Pressemeldung zu lesen ist, fiel den Beamten auf, wie zwei Männer offenbar eine Rauschgiftübergabe durchführten. Die Streife nahm sich umgehend des Sachverhaltes an und wollte die beiden Verdächtigen in den Diensträumen am Bahnhof befragen.

Der 20-Jährige, mutmaßlich der Verkäufer der Drogen, sperrte sich jedoch gegen die Maßnahme und versuchte zu flüchten. Die Polizeibeamten legten ihm deshalb Handfesseln an und brachten ihn gegen seinen Willen zur Dienststelle. Bei der anschließenden Durchsuchung fanden die Ermittler mehrere Konsumeinheiten von vermutlich Cannabis sowie drei Kugeln, bei denen es sich wahrscheinlich um Heroin handelte.

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Bargeld und verbotene Waffe in Wohnung gefunden

Zudem hatte der Mann eine größere Menge an Bargeld in mittlerer dreistelliger Summe in szenetypischer Stückelung bei sich. Aufgrund dieser Funde erwirkte die Polizei umgehend einen Durchsuchungsbeschluss. Landes- und Bundespolizisten durchsuchten daraufhin die Wohnung des 20-Jährigen. Dabei entdeckten sie einen Schlagring, der als verbotene Waffe gilt und sofort eingezogen wurde.

In der Wohnung selbst fanden die Beamten zunächst keine weiteren Betäubungsmittel. Auch in dem zu der Wohnung gehörenden Kellerabteil wurden zunächst keine Drogen entdeckt. Doch dann stieg den Ermittlern ein süßlicher, typischer Geruch in die Nase – ein Geruch, der sie schließlich zum eigentlichen Versteck führen sollte.

Süßlicher Geruch verrät Kellerabteil der Großmutter

Der charakteristische Duft führte die Polizisten zu einem weiteren Kellerabteil, das der Großmutter des 20-Jährigen gehörte. Der Durchsuchungsbeschluss wurde deshalb umgehend auf dieses Abteil erweitert. Hier wurden die Beamten dann tatsächlich fündig und stellten etwa 1,5 Kilogramm Cannabis sicher – eine beachtliche Menge, die auf einen nicht nur gelegentlichen Handel schließen lässt.

Im Anschluss an die Sicherstellung der Drogen wurde der Mann zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen ihn wurden jedoch diverse Ermittlungsverfahren eingeleitet, unter anderem wegen:

  • Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte
  • Handels mit Betäubungsmitteln
  • Verstoßes gegen das Waffengesetz

Ob die Großmutter vom Treiben ihres Enkels in ihrem Keller wusste, ist bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen der Bundespolizei und der Landespolizei laufen derzeit auf Hochtouren, um alle Hintergründe dieses ungewöhnlichen Falls aufzuklären.

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