Neue Missbrauchsvorwürfe: Epstein soll minderjähriges Model zu Mohamed Al-Fayed geschickt haben
Epstein soll minderjähriges Model zu Mohamed Al-Fayed geschickt haben

Neue Missbrauchsvorwürfe gegen verstorbenen Unternehmer Mohamed Al-Fayed

Die Welt wird auch knapp sieben Jahre nach dem Tod des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein weiterhin von den Gräueltaten in Atem gehalten, die er zu Lebzeiten beging. Nun gibt es neue, schwerwiegende Vorwürfe, die eine mögliche direkte Verbindung zwischen Epstein und dem verstorbenen ägyptischen Milliardär Mohamed Al-Fayed aufdecken könnten.

Mutmaßliches Opfer berichtet von traumatischen Erlebnissen

Eine Frau, die sich gegenüber der britischen Zeitung Times als Natalie vorstellt und ihren wahren Namen aus Schutzgründen geheim hält, schildert erschütternde Details. Sie sei Ende der 1990er-Jahre als 17-jähriges Nachwuchsmodel in das Umfeld von Jeffrey Epstein geraten. Epstein habe ihr über Jahre hinweg das Leben stark kontrolliert und sie mit verlockenden Versprechen auf eine große Karriere im Modelgeschäft geködert.

Im Jahr 1997 habe Epstein sie schließlich zu einem sehr einflussreichen Mann auf eine luxuriöse Jacht nach Saint-Tropez in Südfrankreich geschickt. Dort traf sie auf Mohamed Al-Fayed, den damaligen Besitzer des berühmten Londoner Nobel-Kaufhauses Harrods und des legendären Hotel Ritz in Paris. Al-Fayed, der auch der Vater von Dodi Al-Fayed war – jenes Mannes, mit dem Prinzessin Diana im Sommer 1997 eine Romanze einging –, soll das minderjährige Model auf der Jacht sexuell missbraucht haben.

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Schockierende Details der Vorwürfe

Natalie berichtet, dass Al-Fayed zunächst anzügliche Bemerkungen gemacht und erklärt habe, er wolle mit ihr neue Dinge ausprobieren. Als sie darum bat, das Schiff verlassen zu dürfen, sei ihr dies verweigert worden. Der mutmaßliche sexuelle Missbrauch folgte kurz darauf. Interessanterweise sagt Natalie, sie habe weder Dodi Al-Fayed noch Prinzessin Diana während ihrer Zeit auf der Jacht gesehen. Erst nach dem Tod von Mohamed Al-Fayed im Jahr 2023 habe sie ihn auf einem Foto eindeutig wiedererkannt.

Polizeiliche Ermittlungen und historische Belastungen

Die Londoner Polizei hat die Anschuldigungen aufgenommen und ermittelt nun in diesem Fall. Sollten sich die Berichte bestätigen, wäre dies die erste bekannte direkte Verbindung zwischen Epstein und Al-Fayed. Beide Männer stehen seit Jahren unter massivem Druck wegen schwerster Missbrauchsvorwürfe. Jeffrey Epstein wurde 2019 in den USA wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger angeklagt und starb kurz darauf unter mysteriösen Umständen in Untersuchungshaft.

Auch gegen Mohamed Al-Fayed gibt es bereits eine lange Liste erschütternder Vorwürfe. Britischen Medien zufolge haben mehr als 400 Betroffene sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen geschildert. Die Londoner Polizei ermittelt zudem gegen frühere Mitarbeiter aus seinem Umfeld. Drei Frauen stehen im Verdacht, Übergriffe organisiert oder unterstützt zu haben, teilweise durch Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung. In Frankreich wird aktuell sogar wegen Menschenhandels gegen den verstorbenen Milliardär ermittelt.

Geschäftliche Verbindungen und fehlende Dokumente

Obwohl der Name Al-Fayed in den kürzlich veröffentlichten Epstein-Unterlagen bislang nicht auftaucht, gibt es laut der Times Hinweise auf geschäftliche Verflechtungen. Demnach zahlte Epstein im Jahr 2006 Geld an das Luftfahrtunternehmen Harrods Aviation, das Al-Fayed bis 2010 gehörte. Zudem nutzten Epsteins Privatjets mehrfach VIP-Terminals an den Londoner Flughäfen Luton und Stansted, die von dieser Firma betrieben wurden.

Die neuen Vorwürfe werfen ein noch düsteres Licht auf das bereits belastete Erbe von Mohamed Al-Fayed und unterstreichen die anhaltende Bedeutung einer gründlichen Aufklärung aller Missbrauchsfälle im Umfeld von Jeffrey Epstein. Die Ermittlungen der Londoner Polizei werden mit Spannung verfolgt, da sie möglicherweise weitere schockierende Enthüllungen ans Tageslicht bringen könnten.

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