Ex-Abgeordneter verlässt Linke nach Kinderpornografie-Urteil
Ex-Abgeordneter verlässt Linke nach Urteil

Erfurt - Nach einer Verurteilung wegen des Besitzes kinderpornografischer Inhalte hat ein ehemaliger Landtagsabgeordneter der Linken die Partei verlassen. Sein Austritt sei im April registriert worden, sagte ein Sprecher des Landesverbandes in Erfurt auf Anfrage. Zuerst berichtete MDR Thüringen über den freiwilligen Abgang des Mannes.

Partei forderte Konsequenzen

Der Ex-Abgeordnete war nach dem Urteil vom Vorstand aufgefordert worden, Konsequenzen zu ziehen und die Linke zu verlassen. Auch ein mögliches Parteiausschlussverfahren war im Gespräch. „Für die Linke ist ein solches Verhalten mit unseren Werten unvereinbar“, hatte der Vorstand erklärt.

Strafbefehl des Amtsgerichts

Der ehemalige Mandatsträger, gegen den Vorwürfe wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials vor der Landtagswahl 2024 bekannt wurden, wurde im März verurteilt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ das Amtsgericht Stadtroda einen Strafbefehl gegen ihn. Das Gericht verhängte eine neunmonatige Freiheitsstrafe, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Er musste zudem 1.000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, die sich für den Kinderschutz engagiert.

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Die Angelegenheit hatte bereits vor der Wahl für Aufsehen gesorgt. Die Partei betonte, dass sie solche Taten scharf verurteile und die Entscheidung des Ex-Abgeordneten zum Austritt der einzig richtige Schritt sei. Der Vorstand dankte dem Mitglied für die Einsicht, die Partei verlassen zu haben, um weiteren Schaden von ihr abzuwenden.

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