Ex-Häftling unter Verdacht: Suche im Outback nach entführter Fünfjähriger
Die australische Polizei geht davon aus, dass die fünfjährige Sharon noch am Leben ist. Seit dem Wochenende wird das Mädchen vermisst, das aus einem Haus im Old Timers Town Camp am Stadtrand von Alice Springs verschwunden ist. Die Ermittler konzentrieren sich auf einen 47-jährigen Mann, der erst vor wenigen Tagen aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich zur Tatzeit ebenfalls in dem Haus aufgehalten haben soll.
Intensive Suchaktion im unwegsamen Gelände
In der abgelegenen Wüstenregion läuft eine groß angelegte Suchaktion. Hunderte Einsatzkräfte und Freiwillige durchkämmen ein unwegsames Gebiet mit dichtem Buschland. Sie sind zu Fuß, mit Geländemotorrädern, Pferden, Drohnen und Hubschraubern unterwegs. Auch erfahrene indigene Fährtensucher unterstützen die Suche mit ihrem traditionellen Wissen über das Lesen von Spuren in der Natur.
Alice Springs liegt im sogenannten Roten Zentrum Australiens, fast exakt in der geografischen Mitte des Kontinents. Die nächsten Großstädte Adelaide und Darwin sind jeweils mehr als 1.000 Kilometer entfernt. Die abgelegene Lage erschwert die Suche zusätzlich.
Gefährliche Bedingungen in der Wildnis
Mit jeder Stunde wächst die Sorge um das Kind. Die Temperaturen im Outback schwanken stark zwischen kühlen Nächten und heißen Tagen. Das Gelände ist unübersichtlich, das Gras teilweise hoch. Für ein fünfjähriges Kind können diese Bedingungen schnell lebensbedrohlich werden.
Die Polizei hält an der Hoffnung fest, dass Sharon noch lebt. Die Ermittler haben den 47-jährigen Ex-Häftling im Fokus, der eine 18-monatige Haftstrafe wegen schwerer Gewaltdelikte verbüßt hatte. Er soll eine lose Verbindung zur Familie des Kindes gehabt haben. Zuletzt wurde er beobachtet, wie er das Kind am späten Samstagabend an der Hand hielt. Seither fehlt von beiden jede Spur. Das Motiv der Tat ist noch unklar.
Unterstützung aus der Bevölkerung
Dutzende Freiwillige helfen bei der Suche, lokale Organisationen koordinieren die Einsätze. Die Familie des Mädchens wird von einem Krisenteam betreut. Der amtierende Polizeipräsident Peter Malley betonte: Die Rückkehr von Sharon zu ihrer Familie ist und bleibt die oberste Priorität der Polizei des Northern Territory.



