Zum zehnten Todestag der chinesischen Studentin Yangjie Li versammelten sich Menschen in der Nähe des Fundorts ihrer Leiche in Dessau-Roßlau, um ihrer zu gedenken. Eine zweite Veranstaltung, eine Demonstration der links-feministischen Frauengruppe „Zora Dessau“, sorgte jedoch für Irritationen.
Weiße Rosen als Zeichen der Erinnerung
Am Montag, dem 11. Mai, legten Gedenkteilnehmer weiße Rosen an der Hausmannstraße nieder, um an die vor zehn Jahren ermordete Yangjie Li zu erinnern. Die stille Gedenkveranstaltung wurde jedoch durch den Demonstrationszug der Frauengruppe gestört, der sich kurz nach 18 Uhr näherte und Parolen skandierte. Laut Berichten von Robert Horvath vom 13. Mai 2026 sorgte diese Aktion bei einigen Anwesenden für Unmut.
Hintergrund der Ereignisse
Yangjie Li, eine chinesische Studentin, wurde vor zehn Jahren in Dessau ermordet. Ihr Tod hatte damals international für Aufsehen gesorgt. Die jährlichen Gedenkveranstaltungen dienen dazu, an sie zu erinnern und ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Die Aktion der Gruppe „Zora Dessau“ wurde jedoch von manchen als unangemessen empfunden, da sie den respektvollen Charakter der Gedenkfeier beeinträchtigte.
Die Polizei war vor Ort, um die beiden Veranstaltungen zu trennen und mögliche Konflikte zu vermeiden. Die genauen Hintergründe der Demonstration sind noch nicht vollständig geklärt. Einige Teilnehmer der Gedenkveranstaltung äußerten sich verärgert über die Störung. Die Organisatoren der Gedenkfeier betonten, dass sie sich weiterhin für ein würdevolles Andenken an Yangjie Li einsetzen werden.



