Flensburger Hausverwalter soll Kunden fünf Jahre lang um 1,4 Millionen Euro betrogen haben
Hausverwalter soll Kunden um 1,4 Mio. Euro betrogen haben

Flensburger Hausverwalter soll Kunden fünf Jahre lang um 1,4 Millionen Euro betrogen haben

In einem aufsehenerregenden Fall von Wirtschaftskriminalität soll ein Hausverwalter aus Flensburg seine Kunden über einen Zeitraum von fünf Jahren systematisch um insgesamt 1,4 Millionen Euro betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat nun Anklage wegen Untreue gegen den 53-Jährigen erhoben.

Systematische Abzocke über 396 Fälle

Der Beschuldigte soll von Januar 2019 bis Dezember 2023 in insgesamt 396 Fällen die Hauskonten angezapft haben, die er eigentlich treuhändig verwalten sollte. Die betrogenen Kunden, die noch immer auf ihr Geld hoffen, wurden über Jahre hinweg systematisch geschädigt. Kurz vor Weihnachten 2023 flog der Schwindel schließlich auf, was zum Zusammenbruch der Firma führte.

Ermittlungen sichern mehr als eine Million Euro

Immerhin konnten die Ermittler bei dem Mann mehr als eine Million Euro sicherstellen. Das Geld liegt derzeit auf Eis und soll den Opfern zurückerstattet werden, falls der 53-Jährige verurteilt wird, wie eine Sprecherin der Anklagebehörde mitteilte. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich in Kiel stattfinden, da die dortige Staatsanwaltschaft auf Wirtschaftsdelikte spezialisiert ist.

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Weitere Ermittlungen wegen Betrugs und Veruntreuung

Doch damit nicht genug: Parallel zu dem Untreue-Verfahren wird gegen den Hausverwalter auch wegen Betrugs und Veruntreuung von Mieterkautionen ermittelt. Die Schadenssumme in diesem zusätzlichen Verfahren beläuft sich auf rund 250.000 Euro. Dieses Verfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen und könnte weitere Konsequenzen für den Beschuldigten nach sich ziehen.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie wichtig eine sorgfältige Auswahl und Kontrolle von Hausverwaltungen ist. Die betrogenen Kunden müssen nun auf eine gerichtliche Entscheidung warten, um ihr Geld zurückzuerhalten.

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