Mehrere Monate nach dem Brand in einem Lokal im Spreewald haben die Ermittler einen Tatverdächtigen festgenommen. Bei Durchsuchungen machten sie ungewöhnliche Funde: Bilder und Büsten von Adolf Hitler sowie eine Uniform aus der Nazi-Zeit.
Brandstiftung und Versicherungsbetrug vermutet
Nach dem Brand einer Gaststätte in Burg (Spreewald) hat die Polizei einen mutmaßlichen Brandstifter und Versicherungsbetrüger festgenommen. In den Wohn- und Geschäftsräumen des 43-jährigen deutschen Tatverdächtigen hätten die Beamten bei Durchsuchungen auch Bilder und Büsten von Adolf Hitler sowie eine Uniform aus der Nazi-Zeit gefunden, teilte die Polizei mit. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Cottbus und der Kripo hätten ergeben, dass es sich offensichtlich um vorsätzliche Brandlegung und möglichen Versicherungsbetrug handelt.
Drogen, Nazi-Devotionalien und ein Motorrad sichergestellt
Nach dem Brand der Gaststätte im November 2025 hatten die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Kriminalpolizei am vergangenen Montag Gebäude in Cottbus und Burg durchsucht. Die Ermittler stellten laut Polizei Dokumente, Computertechnik, beim Brand beschädigte Gegenstände, Drogen und ein vermutlich gestohlen gemeldetes Motorrad sicher. Sie fanden dabei auch die sogenannten Devotionalien mit Verbindung zum Nationalsozialismus.
Haftbefehl gegen Tatverdächtigen erlassen
Der Tatverdächtige wurde demnach ebenfalls am Montag festgenommen. Ein Haftrichter am Amtsgericht Cottbus habe Haftbefehl gegen den Mann erlassen, teilte die Polizei mit. Der Mann sei in ein Gefängnis gebracht worden. Die Staatsanwaltschaft Cottbus und die Polizeidirektion Süd ermitteln weiter in dem Fall.



