Das iranische Militär hat die Gefechte mit US-Kriegsschiffen in der Straße von Hormus für beendet erklärt. „Nach einer gewissen Zeit gegenseitigen Beschusses sind die Kämpfe derzeit eingestellt und die Lage ruhig“, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine namentlich nicht genannte militärische Quelle.
Hintergrund der Eskalation
Nach iranischer Darstellung war der Beschuss eines unbeladenen Öltankers unter iranischer Flagge durch US-Streitkräfte am Mittwoch der Auslöser für die jüngste Eskalation. Daraufhin habe die iranische Marine auf die „Verletzung der Feuerpause“ reagiert. In der vergangenen Nacht hatten sich die beiden Konfliktparteien gegenseitig angegriffen. Der Iran attackierte US-Militärschiffe, die USA griffen Ziele auf dem iranischen Festland an.
Details des iranischen Angriffs
In einem weiteren Bericht der Tasnim hieß es, die Marine habe in der vergangenen Nacht bei einem kombinierten Raketen- und Drohneneinsatz US-Schiffe mit acht Marschflugkörpern und 24 Kamikazedrohnen attackiert. Ein Marschflugkörper und drei Drohnen hätten amerikanische Zerstörer getroffen und Brände verursacht. Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor.
Die kurze, aber heftige Auseinandersetzung zeigt die anhaltende Spannung in der strategisch wichtigen Wasserstraße, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öltransports abgewickelt wird. Beobachter befürchten, dass weitere Zwischenfälle zu einer unkontrollierten Eskalation führen könnten.



