Kanada: Neun Tote bei Schulmassaker - Tatmotiv weiter unklar, Verdächtige war Transmensch
Kanada: Neun Tote bei Schulmassaker - Motiv unklar

Kanada erschüttert: Neun Tote bei Schulmassaker in Tumbler Ridge

Die kanadische Provinz British Columbia wird von einer schrecklichen Gewalttat erschüttert. Bei einem Angriff an einer weiterführenden Schule in der kleinen Gemeinde Tumbler Ridge kamen insgesamt neun Menschen ums Leben, darunter Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft. Die Tatverdächtige, eine 18-Jährige aus der betroffenen Gemeinde, nahm sich nach der Bluttat selbst das Leben.

Details zur Tatverdächtigen: Transmensch mit psychischen Problemen

Die Polizei gab wichtige Details zur Identität der mutmaßlichen Täterin bekannt. Laut Kommissar Dwayne McDonald handelte es sich bei der Verdächtigen um einen Transmenschen, der sich öffentlich als Frau identifizierte. „Wir identifizieren die tatverdächtige Person so, wie sie sich selbst öffentlich und in den sozialen Medien identifiziert hat“, erklärte McDonald. Die Transition habe vor sechs Jahren begonnen.

Die Ermittler bestätigten zudem, dass die Polizei in den vergangenen Jahren mehrmals wegen Bedenken hinsichtlich der psychischen Gesundheit an der Adresse der 18-Jährigen im Einsatz war. Die Verdächtige wurde dabei mehrfach zur Begutachtung und Nachsorge mitgenommen. Ob sie sich zuletzt in medizinischer Behandlung befand, ist derzeit noch unklar. Die junge Frau hatte vor vier Jahren die Schule abgebrochen und war zum Zeitpunkt der Tat nicht eingeschrieben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Chronologie der tödlichen Ereignisse

Die Polizei wurde am Dienstag zur Schule in Tumbler Ridge gerufen, einem Ort mit etwa 2.700 Einwohnern, der rund 700 Kilometer nordöstlich von Vancouver liegt. Nach aktuellen Erkenntnissen tötete die mutmaßliche Schützin zunächst ihre Mutter und ihren Stiefbruder in einem Wohnhaus, bevor sie sich zur Schule begab.

An der Bildungseinrichtung erschoss sie sechs weitere Personen:

  • Schülerinnen und Schüler im Alter von 12 und 13 Jahren
  • Eine 39-jährige Lehrkraft

Die Leichen wurden unter anderem im Treppenhaus und in der Bibliothek der Schule gefunden. Etwa zwei Dutzend weitere Personen wurden verletzt, mindestens zwei von ihnen befinden sich weiterhin in kritischem Zustand. Einige Verletzungen entstanden, als Menschen versuchten, sich zu verbarrikadieren und in Sicherheit zu bringen.

Rätsel um Waffenherkunft und Tatmotiv

Ein zentraler Ermittlungsschwerpunkt liegt auf der Herkunft der verwendeten Schusswaffen. Die Verdächtige soll mehrere Feuerwaffen eingesetzt haben, obwohl laut Behördenangaben keine Waffen auf sie registriert waren. Bei früheren Einsätzen an ihrer Wohnadresse wurden jedoch bereits Waffen sichergestellt.

Das Motiv für die schreckliche Tat bleibt weiterhin völlig unklar. Innerhalb der Gemeinde gibt es zahlreiche Spekulationen über die Beziehung der 18-Jährigen zu einigen der Opfer, doch die Polizei kann derzeit keine Einzelheiten öffentlich bestätigen. Alle Hinweise sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Nationale und internationale Reaktionen

Der Vorfall hat weltweit große Anteilnahme ausgelöst. Die kleine Gemeinde Tumbler Ridge und ganz Kanada stehen unter Schock. Der kanadische Premierminister Mark Carney ordnete für die kommenden sieben Tage Staatstrauer an.

Es handelt sich laut kanadischen Medien um den schlimmsten Vorfall dieser Art an einer Ausbildungsstätte in Kanada seit 1989. Damals erschoss ein 25-Jähriger an einer Fachhochschule in Montreal 14 Studentinnen, bevor er sich selbst das Leben nahm.

Experten weisen darauf hin, dass Schusswaffengewalt in Kanada deutlich seltener vorkommt als im südlichen Nachbarland USA. Dies führen sie auf die strengeren kanadischen Waffengesetze zurück. Dennoch zeigt dieser tragische Fall, dass auch Kanada nicht vor solchen schrecklichen Ereignissen gefeit ist.

Die Ermittlungen zu den genauen Umständen der Tat, der Waffenherkunft und dem Motiv der 18-Jährigen dauern an. Die kanadische Bevölkerung trauert um die neun Todesopfer und hofft auf Antworten, die helfen könnten, solche Tragödien in Zukunft zu verhindern.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration