Handball-EM-Qualifikation: DHB-Frauen starten ohne Druck mit neuen Talenten
DHB-Frauen: EM-Quali ohne Druck mit neuen Talenten

Handball-EM-Qualifikation: Deutsche Nationalmannschaft startet ohne Druck

Die deutschen Handballerinnen gehen mit großer Begeisterung, aber völlig ohne Druck in das letzte Drittel der EM-Qualifikation. Die Vize-Weltmeisterinnen haben sich nach vier Siegen in vier Spielen bereits als Gruppenerste für die Europameisterschaft qualifiziert, was eine entspannte Atmosphäre im Team ermöglicht.

Kapitänin Döll: "Interessante Spiele, aber hoffentlich nicht spannend"

Kapitänin Antje Döll äußerte sich bei einem Medientermin in Großwallstadt voller Vorfreude auf die bevorstehenden Begegnungen. "Ich bin mit viel Enthusiasmus angereist. Es sind zahlreiche neue Gesichter dabei, was zwei interessante Spiele verspricht", erklärte die erfahrene Spielerin. Gleichzeitig fügte sie mit einem Lächeln hinzu: "Spannend werden sie hoffentlich nicht." Diese Aussage unterstreicht die bereits gesicherte Qualifikation, die dem Team ermöglicht, die letzten Qualifikationsspiele mit experimentellem Charakter zu bestreiten.

Bundestrainer Gaugisch nutzt Chance für Talentförderung

Bundestrainer Markus Gaugisch sieht in den Spielen gegen Nordmazedonien in Skopje am Mittwoch und gegen Belgien in Hamm am Sonntag eine ausgezeichnete Gelegenheit, junge Spielerinnen an das A-Team heranzuführen. "Es wird für uns eine schöne Herausforderung. Für einige Athletinnen wird es das erste Länderspiel überhaupt", betonte der DHB-Coach.

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Während etablierte Kräfte wie die Rückraumspielerinnen Emily Vogel und Xenia Smits diesmal pausieren und Torhüterin Katharina Filter erst zum zweiten Spiel dazustößt, stehen drei junge Talente vor ihrem Debüt in der Nationalmannschaft. Die Außenspielerinnen Chiara Rohr und Jana Walther sowie Kreisläuferin Aylin Bornhardt haben im vergangenen Sommer gemeinsam die Goldmedaille bei der U19-Europameisterschaft gewonnen und sollen nun erste Erfahrungen auf höchstem Niveau sammeln.

Trainingseindrücke und Zukunftsplanung

Gaugisch zeigte sich begeistert von den ersten Trainingseinheiten mit der erweiterten Mannschaft. "Es macht enorm viel Freude, weil man genau das tun kann, was man so gerne macht: entwickeln", erklärte der Bundestrainer. Er rechnet zwar mit "dem ein oder anderen Abstimmungsproblem" aufgrund der vielen neuen Spielerinnen, ist aber überzeugt: "Wir werden uns kontinuierlich weiterentwickeln."

Abwehrchefin Aimée von Pereira gab die Marschroute für die kommenden Spiele vor: "Ich hoffe, dass jede Spielerin mit voller Energie und Einsatzbereitschaft in die Begegnungen geht." Der Fokus liegt bereits auf der EM-Endrunde, die vom 3. bis 20. Dezember in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei stattfinden wird.

Ausblick auf die EM-Endrunde

Nach Abschluss der Qualifikation am 16. April findet in Kattowitz die Auslosung der EM-Gruppen statt. Die deutschen Handballerinnen können sich darauf konzentrieren, ihre Spielweise zu verfeinern und den Teamzusammenhalt zu stärken, bevor es im Dezember um die europäischen Titel geht. Die aktuelle Situation bietet die seltene Gelegenheit, unter Wettkampfbedingungen neue taktische Varianten zu testen und den Kader zu erweitern, ohne unter dem Druck eines Qualifikationserfolgs zu stehen.

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