Juwelierüberfall in Kiel: 19-jähriger Täter gefasst, Komplize weiter auf der Flucht
Im November letzten Jahres überfielen zwei maskierte und bewaffnete Räuber ein Juweliergeschäft im Kieler Stadtteil Gaarden. Sie bedrohten den 52-jährigen Inhaber mit Schusswaffen und Pfefferspray, zerschlugen gesicherte Vitrinen und erbeuteten Schmuck sowie Wertgegenstände im Gesamtwert von etwa 200.000 Euro. Der Juwelier erlitt bei dem brutalen Überfall leichte Verletzungen, bevor die Täter mit einem Fahrzeug flüchteten.
Ermittlungserfolg: Ein Täter in Haft, einer wird gesucht
Nach wochenlangen intensiven Ermittlungen und einer gründlichen Spurenauswertung gelang der Polizei nun ein entscheidender Durchbruch. Die Fahnder identifizierten die mutmaßlichen Täter und konnten am 3. März den 19-jährigen litauischen Staatsbürger in Köln festnehmen. Das Amtsgericht Kiel hatte zuvor Haftbefehle gegen ihn und seinen 32-jährigen Komplizen, Marius Gegzna, erlassen. Während der jüngere Täter sich bereits in Untersuchungshaft befindet, ist der ältere weiterhin flüchtig.
Gegen beide Männer besteht der dringende Tatverdacht des besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft betonten bei einer Pressekonferenz am Donnerstagvormittag die Bedeutung dieser Festnahme, nachdem die Suche über mehrere Wochen hinweg andauerte.
Hochdruck-Fahndung nach dem flüchtigen Komplizen
Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem 32-jährigen Marius Gegzna, dessen aktueller Aufenthaltsort unbekannt ist. Um die Suche zu unterstützen, veröffentlichten die Behörden ein Foto des Gesuchten und appellieren an die Öffentlichkeit, mögliche Hinweise zu melden. Die Ermittler gehen davon aus, dass die beiden Täter gezielt und professionell vorgegangen sind, was die Schwere der Tat unterstreicht.
Der Überfall hat nicht nur erheblichen materiellen Schaden verursacht, sondern auch die Sicherheitslage in dem Kieler Stadtteil thematisiert. Lokale Behörden und Geschäftsleute zeigen sich besorgt über solche gewalttätigen Vorfälle und fordern verstärkte Präventionsmaßnahmen.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, wobei die Polizei weitere Details zu den Hintergründen und möglichen Verbindungen der Täter prüft. Der festgenommene 19-Jährige wird voraussichtlich in den kommenden Wochen dem Haftrichter vorgeführt, während die Jagd nach seinem Komplizen intensiv fortgesetzt wird.



