Millionen-Coup bei Berliner Geldtransportfirma: Drei Männer vor Gericht
Vor dem Berliner Landgericht beginnt am Dienstag ein aufsehenerregender Prozess gegen drei mutmaßliche Millionen-Diebe. Den Angeklagten im Alter von 28, 29 und 37 Jahren wird vorgeworfen, vor vier Monaten gemeinsam mit weiteren Mittätern einen spektakulären Coup bei einer Geldtransportfirma in der Hauptstadt verübt zu haben. Aus dem Tresorraum des Unternehmens sollen Bargeld in Höhe von 5,6 Millionen Euro verschwunden sein.
Ehemalige Mitarbeiter unter Verdacht
Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sollen zwei der drei Angeklagten zum Zeitpunkt der Tat bei dem betroffenen Geldtransportunternehmen angestellt gewesen sein. Diese Insider-Kenntnisse hätten den Tätern möglicherweise den Zugang zum Tresor erleichtert. Am 21. Dezember 2025 sollen die Männer die Millionenbeträge in Taschen verpackt und aus dem Gebäude geschmuggelt haben.
Der dritte Angeklagte wird beschuldigt, bei der Verladung der gestohlenen Taschen in ein Fluchtfahrzeug geholfen zu haben. Nach dem Diebstahl sei die Beute unter den Beteiligten aufgeteilt und an verschiedenen, bislang nicht näher benannten Orten zwischengelagert worden.
Staatsanwaltschaft fordert Einziehung von Millionenbeträgen
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat im Prozess die Einziehung eines bereits beschlagnahmten Betrages in Höhe von etwa 2,1 Millionen Euro beantragt. Zusätzlich wird die Einziehung weiterer Taterträge von mehr als 3,4 Millionen Euro gefordert. Damit soll sichergestellt werden, dass die Täter nicht von ihrer illegal erlangten Beute profitieren können.
Das Landgericht hat für den Prozess zunächst zwei Verhandlungstage bis zum 28. April eingeplant. Die Ermittlungen deuten auf eine gut geplante und organisierte Tat hin, bei der die mutmaßlichen Täter ihre Positionen innerhalb des Unternehmens ausgenutzt haben könnten.
Der Fall wirft Fragen nach den Sicherheitsvorkehrungen bei Geldtransportunternehmen auf und zeigt, wie anfällig selbst hochgesicherte Tresoranlagen für Insider-Bedrohungen sein können. Die Öffentlichkeit und die Medien verfolgen den Prozess mit großem Interesse, da es sich um einen der größten Diebstähle dieser Art in der jüngeren Berliner Kriminalgeschichte handelt.



