Katja Krasavice akzeptiert Strafe für Alkoholfahrt - Nur Geldstrafe noch strittig
Krasavice akzeptiert Strafe für Alkoholfahrt

Katja Krasavice akzeptiert Strafe für Alkoholfahrt in Leipzig

Die Influencerin und Rapperin Katja Krasavice (29) hat knapp neun Monate nach ihrer Alkoholfahrt durch Leipzig ihren Einspruch gegen den Strafbefehl weitgehend zurückgezogen. Damit ist sie rechtskräftig wegen Trunkenheit am Steuer verurteilt worden. Nur bei der Höhe der Geldstrafe will die Künstlerin noch kämpfen.

Strafbefehl und Führerscheinsperre bereits rechtskräftig

Ende Mai vergangenen Jahres war Krasavice mit 1,28 Promille Alkohol im Blut mit ihrem Auto durch Leipzig gefahren und wurde von der Polizei gestoppt. Das Amtsgericht Leipzig erließ daraufhin einen Strafbefehl über eine Geldstrafe von 160.000 Euro und verhängte eine Führerscheinsperre von zehn Monaten. Die Sperre ist bereits rechtskräftig.

Eigentlich sollte der Fall an diesem Freitag in einer öffentlichen Sitzung verhandelt werden, doch dieser Termin wurde aufgehoben. Der Anwalt der Rapperin beschränkte den Einspruch nur noch auf die Höhe der 50 Tagessätze, wie ein Sprecher des Amtsgerichts mitteilte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Gericht prüft Einkommen für Geldstrafe

Über die Höhe der Geldstrafe kann der zuständige Richter nun ohne öffentliche Verhandlung im Beschlussverfahren entscheiden. Dafür prüft das Gericht in der Regel das Einkommen anhand von Belegen. Amtsgerichtssprecher Stefan Blaschke (62) erklärte: „Nun wird ohne Verhandlung im Beschlussverfahren entschieden.“ Dieser Prozess kann bis zu einem Monat dauern.

Aufgrund der Einkommensnachweise kann die zuständige Richterin eine niedrigere Geldstrafe festlegen. Sollte auch diese der Krasavice-Seite nicht passen, kommt es doch noch zu einem Prozess.

Weitere Verstöße und öffentliche Stellungnahme

Während ihrer Alkoholfahrt war Katja Krasavice in Leipzig auch noch geblitzt worden – mit 67 km/h statt der erlaubten 50 km/h. Diese Ordnungswidrigkeit war jedoch nicht Teil des Strafbefehls.

Wenige Tage nach der Polizeikontrolle hatte sich die Rapperin auf TikTok zu dem Vorfall geäußert. Sie erklärte, sie sei „letztens bei ’ner Freundin gewesen“ und habe „ein, zwei Drinks getrunken“. „Bin Auto gefahren, wurde von der Polizei angehalten“, sagte sie in einem Video. Sie bereue das „extrem“ und betonte: „Das würd’ ich nie wieder machen, ich hab’ mich und andere gefährdet.“ An ihre Follower appellierte sie: „Macht das nicht, geht gar nicht.“

Vorwürfe gegen Polizei und Ermittlungen

In demselben TikTok-Video erhob Krasavice zudem schwere Vorwürfe gegen die Leipziger Polizei. Sie behauptete, ein Polizist habe ihr eine private Sprachnachricht auf ihr Handy geschickt und angeblich ein privates Treffen zu dem Fall vorgeschlagen. Die Leipziger Polizei leitete daraufhin ein Ermittlungsverfahren wegen eines möglichen Datenschutzverstoßes ein.

Die Ermittler gehen inzwischen jedoch davon aus, dass diese Geschichte erfunden ist. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen des Verdachts der falschen Verdächtigung. Im Oktober wurden die Wohnung von Krasavice in Berlin und die Wohnung ihrer Mutter in Leipzig durchsucht. Das Handy der Rapperin wurde beschlagnahmt. Später folgte auch bei ihrem Manager in Berlin eine Durchsuchung.

Der Fall zeigt, wie schnell Prominente durch Fehlverhalten im Straßenverkehr in rechtliche Schwierigkeiten geraten können und welche Konsequenzen dies haben kann. Die öffentliche Diskussion über verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr wird durch solche Vorfälle immer wieder neu entfacht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration