Kriminalstatistik 2025 für Niedersachsen: Ministerin Behrens präsentiert aktuelle Zahlen
Die Frage nach der Sicherheit in Niedersachsen beschäftigt viele Bürgerinnen und Bürger. Innenministerin Daniela Behrens (SPD) und Landespolizeipräsident Axel Brockmann haben nun die offizielle Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Die Präsentation der Zahlen erfolgte am Montagvormittag in Hannover und liefert wichtige Einblicke in die Entwicklung der Kriminalität im Bundesland.
Subjektives Unsicherheitsgefühl versus objektive Zahlen
Viele Menschen in Niedersachsen fühlen sich unsicher und gehen davon aus, dass die Kriminalitätsbelastung kontinuierlich steigt. Innenministerin Behrens betonte jedoch bereits im vergangenen Jahr, dass dieses Gefühl nicht mit den tatsächlichen Zahlen der Kriminalstatistik übereinstimmt. „Wahr ist jedoch, in der Langzeitbetrachtung erleben wir seit den 1990er Jahren einen deutlichen Rückgang der Kriminalitätsbelastung in Niedersachsen“, erklärte die Ministerin damals.
Entwicklung der Straftaten in den letzten Jahren
Im Jahr 2024 registrierte die Polizei in Niedersachsen insgesamt 529.264 Straftaten. Dies entspricht einem Rückgang von etwa 24.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr. Die positive Entwicklung setzte sich nach Angaben der Behörden auch im Jahr 2025 fort, wobei die genauen Zahlen der aktuellen Statistik nun vorliegen.
Allerdings gibt es auch besorgniserregende Entwicklungen: Die Gewaltkriminalität nahm im Jahr 2024 erneut zu. So stieg beispielsweise die Zahl der Straftaten gegen das Leben um 47 Fälle auf insgesamt 400 an. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Bekämpfung schwerer Gewaltdelikte.
Bedeutung der aktuellen Statistik für die Sicherheitspolitik
Die Kriminalstatistik 2025 dient als wichtige Grundlage für die Sicherheitspolitik in Niedersachsen. Sie ermöglicht eine faktenbasierte Bewertung der Kriminalitätslage und hilft bei der Planung von Präventionsmaßnahmen. Die Diskrepanz zwischen dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Bevölkerung und den objektiven statistischen Daten bleibt eine zentrale Herausforderung für die politische Kommunikation.
Die Landesregierung betont, dass trotz des langfristigen Rückgangs der Kriminalität die Bekämpfung von Gewaltdelikten weiterhin höchste Priorität hat. Die aktuellen Zahlen werden nun in den kommenden Wochen detailliert analysiert, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Polizei und Sicherheitsbehörden abzuleiten.



