Leipziger Messertat-Prozess: Angeklagter schildert Mord an Ex-Partnerin unter Tränen
Leipziger Messertat-Prozess: Angeklagter schildert Mord unter Tränen

Leipziger Messertat-Prozess: Angeklagter schildert Mord an Ex-Partnerin unter Tränen

Vor dem Landgericht Leipzig hat der Prozess gegen einen 37-jährigen Deutschen begonnen, dem eine brutale Messertat zur Last gelegt wird. Der Angeklagte soll im August des vergangenen Jahres seine ehemalige Lebensgefährtin erstochen und den gemeinsamen zehnjährigen Sohn mit zahlreichen Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord sowie versuchten Mord in Tateinheit mit schwerer Misshandlung von Schutzbefohlenen vor.

Emotionale Schilderung des Tathergangs

Zum Auftakt des Prozesses schilderte der Angeklagte den Tathergang unter Tränen und mit schluchzender Stimme. Er erklärte, noch am Tatort entsetzt von sich selbst gewesen zu sein und den Notruf getätigt zu haben. Seine Verteidigerin Andrea Liebscher betonte, dass sich der Mann für die Tat verantwortlich sehe und diese zutiefst bereue. „Er würde alles dafür geben, die Zeit zurückzudrehen“, so Liebscher in ihrer Eröffnungsrede.

Details der brutalen Tat

Laut Anklage drang der 37-Jährige unter Alkoholeinfluss gewaltsam in die Wohnung seiner ehemaligen Lebensgefährtin ein, wo sich auch ein weiterer Mann befand. Im Eingangsbereich kam es zu einer Diskussion, bei der der Angeklagte seiner 42-jährigen Ex-Partnerin mit einem zehn Zentimeter langen Messer in den Bauch stach. Die Frau floh daraufhin in das Kinderzimmer und sprang aus dem Fenster, doch der Angeklagte folgte ihr und stach dort 14 Mal auf den gemeinsamen Sohn ein.

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Der Angeklagte gab an, sich an die Stiche auf den Zehnjährigen nicht mehr erinnern zu können. Das Messer, so seine Aussage, trage er aus Selbstschutz immer bei sich. Die Mutter erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus, während der Sohn dank einer Notoperation überlebte, jedoch lebensgefährlich verletzt wurde.

Prozessverlauf und gesellschaftliche Reaktion

Der Angeklagte wurde noch am Tatort festgenommen, und die Tat hatte vor einem halben Jahr in Leipzig für großes Entsetzen gesorgt. Das Landgericht hat bis Anfang April insgesamt acht Verhandlungstermine angesetzt, um die Umstände der Messertat vollständig aufzuklären. Die Ermittlungen deuten auf eine Eskalation im Kontext einer gescheiterten Beziehung hin, wobei Alkohol als möglicher Verstärker der Gewalt diskutiert wird.

Die Verteidigung kündigte an, sich auf das Geständnis und die Reue des Angeklagten zu konzentrieren, während die Staatsanwaltschaft eine strenge Bestrafung fordert. Die lokale Gemeinschaft zeigt sich erschüttert von der Brutalität der Tat, die Fragen nach häuslicher Gewalt und Schutzmaßnahmen für Betroffene aufwirft.

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