London: 45-Jähriger nach Messerangriffen auf Juden angeklagt
London: Messerangriffe auf Juden – Anklage erhoben

Nach den Messerangriffen auf zwei jüdische Männer im Londoner Stadtteil Golders Green ist der 45-jährige Tatverdächtige Essa S. wegen versuchten Mordes angeklagt worden. Die Anklage umfasst zwei Punkte im Zusammenhang mit dem Angriff in Golders Green sowie einen dritten Punkt wegen eines weiteren Angriffs an einem anderen Ort der Stadt am selben Tag. Der Beschuldigte soll noch am Freitag erstmals vor Gericht erscheinen.

Schwer verletzte Opfer

Die Opfer, ein 34-Jähriger und ein 76-Jähriger, wurden bei den Attacken schwer verletzt. Einer von ihnen konnte das Krankenhaus inzwischen verlassen, der andere befindet sich in stabilem Zustand. Golders Green im Norden Londons gilt als eines der Zentren der jüdischen Gemeinde Großbritanniens.

Serie von Brandanschlägen

Den Messerangriffen war eine Serie von Brandanschlägen auf Synagogen und andere jüdische Einrichtungen in London vorausgegangen, die in der Gemeinde Angst und Wut ausgelöst haben. Die offizielle Terrorwarnstufe in Großbritannien wurde nach dem Angriff vom Mittwoch von „erheblich“ auf „ernst“ angehoben – die zweithöchste von fünf Stufen. Die Geheimdienste halten einen weiteren Anschlag in den kommenden sechs Monaten für sehr wahrscheinlich.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Polizei warnt vor „Pandemie“ antisemitischer Hassverbrechen

Ein Sprecher der Londoner Polizei warnte gegenüber der britischen „Times“ vor einer „Pandemie antisemitischer Hassverbrechen“ in der Stadt. Premierminister Keir Starmer kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen für die jüdische Gemeinde zu verstärken und „alles in unserer Macht Stehende zu tun, um diesen Hass auszumerzen“. Die Ereignisse haben landesweit Bestürzung ausgelöst und die Debatte über Antisemitismus in Großbritannien neu entfacht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration