Zwei Messerangriffe in Hannover und Garbsen: Tatverdächtige in U-Haft
Nach zwei gewalttätigen Messerattacken in Hannover und Garbsen befinden sich zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Hannover erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen einen 17-Jährigen und einen 41-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. In beiden Fällen wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.
Angriffe an Stadtbahnhaltestellen
Der erste Vorfall ereignete sich am Freitag auf dem Bahnsteig einer Stadtbahnhaltestelle in Hannover-Leinhausen. Dort soll ein 17-Jähriger einen 32-Jährigen mit einem Messer durch mehrere Stiche schwer verletzt haben. Laut Polizeiangaben hatte das Opfer zuvor Zivilcourage gezeigt und war als Zeuge bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen dem Jugendlichen und einer 14-Jährigen eingeschritten. Anschließend soll der 17-Jährige den 32-Jährigen mit dem Messer angegriffen haben.
Eskalation in Garbsen
In Garbsen eskalierte am Samstagabend ein Streit zwischen einem 21-Jährigen und einem 41-Jährigen – ebenfalls in der Nähe einer Haltestelle der Stadtbahn. Auslöser dieses Streits soll eine andere körperliche Auseinandersetzung früher am Tag gewesen sein, zu der die Polizei bereits gerufen worden war. Nach einem kurzen verbalen Streit soll der 41-Jährige das Messer gezogen und den 21-Jährigen angegriffen haben. Ein Zeuge bemerkte nach Angaben der Beamten den Streit und kam dem 21-Jährigen zu Hilfe.
Schnelle Festnahmen und Ermittlungen
Bei beiden Messerangriffen wurden die mutmaßlichen Täter jeweils kurz nach den Vorfällen in der Nähe festgenommen. Die Polizei teilte mit, dass noch zu den Hintergründen der beiden Gewalttaten ermittelt wird. Die genauen Motive und Zusammenhänge sind derzeit noch unklar, doch die Ermittler gehen von versuchtem Totschlag aus.
Die beiden Tatverdächtigen sitzen nun in Untersuchungshaft, während die Opfer medizinisch versorgt werden. Die Polizei betont, dass solche gewalttätigen Vorfälle an öffentlichen Orten wie Stadtbahnhaltestellen besonders besorgniserregend sind und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger gefährden.



