Mexikos Präsidentin ruft nach Tod von Drogenboss „El Mencho“ zur Ruhe auf – Gewaltwelle erschüttert Bundesstaaten
Mexikos Präsidentin mahnt nach Tod von Drogenboss zur Ruhe

Mexikos Präsidentin ruft nach Tod von Drogenboss „El Mencho“ zur Ruhe auf – Gewaltwelle erschüttert Bundesstaaten

Bei einem Militäreinsatz zur Festnahme ist der mächtige Anführer eines mexikanischen Drogenkartells, Nemesio Oseguera Cervantes alias „El Mencho“, zu Tode gekommen. Dieses Ereignis hat landesweit eine massive Welle der Gewalt ausgelöst, die zahlreiche Bundesstaaten erfasst hat. Präsidentin Claudia Sheinbaum appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und informiert zu bleiben.

Gewalttätige Ausschreitungen in zahlreichen Regionen

In etwa 20 der 32 mexikanischen Bundesstaaten, darunter Jalisco, Michoacán, Aguascalientes, Tamaulipas und Guanajuato, kam es zu gewalttätigen Protesten. Anhänger des Drogenbosses steckten Autos, Banken, Tankstellen und Läden in Brand und blockierten Straßen. Auch beliebte Ferienorte wie Puerto Vallarta an der Pazifikküste waren betroffen, wo große schwarze Rauchwolken zwischen Gebäuden aufstiegen. Es gab Tote und Verletzte, obwohl offizielle Zahlen zunächst nicht vorlagen.

Militäreinsatz mit US-Unterstützung

Der Militäreinsatz am Sonntag in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco führte nach Angaben des mexikanischen Verteidigungsministeriums zum Tod von sieben Bandenmitgliedern, einschließlich „El Mencho“. Er erlag seinen Verletzungen auf dem Weg nach Mexiko-Stadt. Die USA unterstützten die Operation mit Geheimdienstinformationen, wie Karoline Leavitt, Sprecherin von Präsident Donald Trump, bestätigte. Sie bezeichnete „El Mencho“ als einen der größten Fentanyl-Schmuggler in die USA, auf den eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar ausgesetzt war.

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Warnungen von Botschaften und Auswirkungen auf Tourismus

Mehrere Botschaften, darunter die deutsche, riefen ihre Staatsbürger zu äußerster Vorsicht auf. Die deutsche Botschaft warnte vor Unruhen, Straßensperren und Brandstiftungen in verschiedenen Landesteilen und riet, sichere Orte wie Hotels nicht zu verlassen. Fluggesellschaften strichen oder leiteten Flüge um, insbesondere nach Puerto Vallarta, während Lufthansa keine Auswirkungen meldete. Der Deutsche Reiseverband gab Entwarnung für Touristen auf der Halbinsel Yucatán, da diese Region weniger betroffen sei.

Auswirkungen auf WM-Stadt und Hintergrund des Drogenbosses

Zu Zwischenfällen kam es auch in Guadalajara, einem Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. „El Mencho“, 59 Jahre alt und ehemaliger Polizist, führte seit 2011 das Drogenkartell Jalisco Nueva Generación an, das für extreme Gewalt bekannt ist und als ausländische Terrororganisation eingestuft wurde. Sein Kartell ist in Fentanyl-Handel, Erpressung und andere Verbrechen verwickelt. Im Bundesstaat Michoacán fiel vorsorglich der Schulunterricht aus.

Diese Gewaltwelle übertrifft selbst die Reaktionen nach der Festnahme von „El Chapo“ im Jahr 2016 und unterstreicht die anhaltenden Sicherheitsherausforderungen in Mexiko.

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