Großrazzia in München: Zollfahnder nehmen mutmaßliche Drogendealer fest
In einer groß angelegten Razzia sind Zollfahnder und Einsatzkräfte des Bayerischen Landeskriminalamtes zwei mutmaßlichen Drogendealern und einem Kurier auf die Spur gekommen. Die Männer wurden in München festgenommen, wobei erhebliche Mengen an Rauschgift, Bargeld und luxuriöse Gegenstände sichergestellt wurden.
Festnahmen und Sicherstellungen am 4. Februar
Die unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft München I stehenden Ermittlungen führten am vergangenen Mittwoch, dem 4. Februar, zu den Festnahmen. Die Gemeinsame Ermittlungsgruppe Rauschgift (GER) Südbayern, bestehend aus Zollfahndern und Polizeikräften, durchsuchte mehrere Objekte in München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Dabei wurden zwei in München wohnhafte Tatverdächtige im Alter von 38 und 47 Jahren mit türkischer beziehungsweise bosnisch-herzegowinischer Staatsangehörigkeit verhaftet.
Den Männern wird vorgeworfen, gemeinsam und eigenständig über 300 Kilogramm Marihuana, 50 Kilogramm Haschisch und 29 Kilogramm Kokain eingeschmuggelt oder auf dem inländischen Schwarzmarkt erworben zu haben. Verdacht besteht zudem auf den Weiterverkauf der Drogen von München aus sowie innerhalb der Stadt. Außerdem sollen sie mit 1000 Stück THC-haltiger, illegaler E-Zigaretten gehandelt haben.
Kurier fliegt bei Fahrzeugkontrolle auf
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Behörden auf einen 35-jährigen Rauschgiftkurier, der von den Hauptbeschuldigten eingesetzt worden sein soll. Dieser Deutsch-Serbe wurde ebenfalls am 4. Februar von Beamten der Grenzpolizeiinspektion Piding auf der Bundesautobahn 8 bei Neukirchen festgenommen. Bei einer Fahrzeugkontrolle fanden die Einsatzkräfte 270 Gramm Kokain, wie die Zollfahnder mitteilten. Das Rauschgift und das Fahrzeug wurden beschlagnahmt, der Kurier vorläufig in Gewahrsam genommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Traunstein erging am Folgetag Haftbefehl wegen Fluchtgefahr.
Luxusgüter aus Drogengeldern sichergestellt
Bei weiteren Durchsuchungen von vier Wohnungen in München und einer Geschäftsadresse im Landkreis Fürstenfeldbruck sicherten die Ermittler neben zusätzlichen 200 Gramm Kokain und 7000 Euro Bargeld einen hochpreisigen Sportwagen im Wert von etwa 100.000 Euro. Zudem wurden Uhren zweier Luxusmarken mit einem geschätzten Wert von über 80.000 Euro beschlagnahmt. Es wird vermutet, dass diese Luxusgüter aus den Erlösen des Betäubungsmittelhandels finanziert wurden, um den privaten Lebensstil der Verdächtigen zu unterstützen.
Die Ermittlungen dauern an, da die Staatsanwaltschaft München I und die GER Südbayern weitere Hintergründe des mutmaßlichen Drogenrings aufklären wollen. Die Festnahmen unterstreichen die intensive Zusammenarbeit zwischen Zollfahndung und Polizei im Kampf gegen den organisierten Rauschgifthandel in der Region.



