Generalstaatsanwaltschaft München mit politischen Parolen beschmiert – Polizei sucht Täter
Münchner Generalstaatsanwaltschaft mit Parolen beschmiert

Politische Parolen an Münchner Generalstaatsanwaltschaft: Polizei ermittelt nach Farbattacke

Die Generalstaatsanwaltschaft in München ist Ziel einer politisch motivierten Sachbeschädigung geworden. Unbekannte Täter haben die Fassade des Gebäudes mit diversen Schriftzügen versehen, wie die Polizei mitteilte. An die Außenwand wurden die Parolen "free Maja", "free Hanna" und "free all Antifas" aufgebracht. Zusätzlich wurde auf der Eingangstür eine weiße, stark riechende Flüssigkeit entdeckt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Hundert Euro.

Zusammenhang mit früheren Vorfällen und linksextremistischen Verfahren

Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden besteht ein direkter Zusammenhang zu einem ähnlichen Vorfall vom Mitte Januar, bei dem der bayerische Landtag mit vergleichbaren Parolen besprüht wurde. Die damaligen Schriftzüge erstreckten sich über eine Länge von etwa acht Metern und verursachten einen Schaden im vierstelligen Eurobereich. Die Polizei sieht in beiden Fällen Verbindungen zu mehreren laufenden Verfahren gegen mutmaßliche Linksextremisten.

Hintergrund der aktuellen Attacke sind offenbar die jüngsten Verurteilungen von Maja T. und Hanna S.. Anfang Februar wurde Maja T. in Ungarn zu acht Jahren Gefängnis verurteilt, nachdem ihr Angriffe auf mutmaßliche Rechtsextremisten vorgeworfen wurden. Ihre Auslieferung und Verurteilung hatte bundesweit für erhebliche Kritik und Proteste gesorgt. Hanna S. wurde bereits im September vom Oberlandesgericht München zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 30-Jährige gemeinsam mit anderen Beteiligten mutmaßliche Rechtsextremisten in Budapest angegriffen und schwer verletzt hatte.

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Polizei sucht intensiv nach Hinweisen zu den Tätern

Die Münchner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht nun aktiv nach Zeugen und weiteren Hinweisen, die zur Identifizierung der Verantwortlichen führen könnten. Die Beamten prüfen derzeit alle verfügbaren Überwachungsaufnahmen aus der Umgebung des Gebäudes und werten mögliche Spuren an der beschädigten Fassade forensisch aus. Die Generalstaatsanwaltschaft als zentrale Ermittlungsbehörde ist durch den Vorfall in ihrer Arbeit nicht beeinträchtigt, doch die symbolträchtige Tat unterstreicht die anhaltenden politischen Spannungen im Zusammenhang mit extremistischen Straftaten.

Die wiederholten Beschädigungen an staatlichen Einrichtungen werfen Fragen nach der Sicherheit solcher Gebäude und der Eskalation politisch motivierter Auseinandersetzungen auf. Experten befürchten, dass solche Vorfälle zu einer weiteren Polarisierung der gesellschaftlichen Debatte beitragen könnten. Die Polizei appelliert an die Bevölkerung, verdächtige Beobachtungen umgehend zu melden, um die Aufklärung der Tat zu beschleunigen und mögliche weitere Straftaten zu verhindern.

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