Neonazi-Nikolaus: 15 Jahre Haft für geplanten Massenmord an jüdischen Kindern
Neonazi-Nikolaus: 15 Jahre Haft für Massenmordplan

Ein geplanter Massenmord an jüdischen Kindern in New York endete für den Anführer eines osteuropäischen Neonazi-Netzwerks mit einer langen Haftstrafe. Michail Chkhikvishvili (22), auch bekannt als „Commander Butcher“, wurde von einem Bundesgericht in Brooklyn unter anderem wegen Anstiftung zu Hassverbrechen zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt.

Der perfide Plan

Der Georgier hatte einen besonders heimtückischen Anschlag geplant: Ein als Weihnachtsmann verkleideter Komplize sollte an Silvester vergiftete Süßigkeiten an jüdische Kinder in Brooklyn verteilen. Das Ziel war ein Massenmord an ethnischen Minderheiten und Juden. Doch Chkhikvishvili machte einen entscheidenden Fehler: Er engagierte einen verdeckten FBI-Ermittler als seinen angeblichen Weihnachtsmann.

Rekrutierung über Messenger

Der Neonazi war 2022 in die USA gezogen, um bei seiner Großmutter in Brooklyn zu leben. Bereits kurz darauf suchte er über verschlüsselte Messenger-Dienste nach Rekruten für sein Terrornetzwerk „Maniacs Murder Cult“ (MMC). Ein verdeckter FBI-Agent meldete sich und gewann nach und nach das Vertrauen des Terroristen.

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Im September 2023 enthüllte Chkhikvishvili dem vermeintlichen Komplizen seine Pläne für einen „größeren Massenmord in den Vereinigten Staaten“. Er nannte Vergiftung und Brandstiftung als bevorzugte Methoden und sprach von „Zielen mit niedriger Rassenzugehörigkeit“. Im November folgten konkrete Pläne für Bombenanschläge und Brandstiftungen.

Geständnis und Reue

Chkhikvishvili hatte sich bereits im November schuldig bekannt, Informationen zur Herstellung von Bomben und Rizin verbreitet zu haben. In einem schriftlichen Statement an den Richter erklärte er: „Ich erkenne an, dass mein Handeln Schaden angerichtet hat, indem ich Hass und Gewalt verbreitet habe, und das tut mir wirklich leid.“

Sein Anwalt argumentierte auf psychische Probleme und die Verführung durch gewaltverherrlichende Inhalte in sozialen Medien. Zudem habe der Georgier bereits etwa ein Jahr unter harten Bedingungen in Moldawien in Untersuchungshaft gesessen. Chkhikvishvili hoffte auf eine milde Strafe von fünf Jahren, doch das Gericht folgte diesem Antrag nicht.

Die Rolle des FBI

Der verdeckte FBI-Ermittler ließ sich sogar Rezepte zur Herstellung von Rizin-Gift von Chkhikvishvili geben. Anschließend flog der Agent den Terroristen auf. Der Plan, der an Silvester hätte umgesetzt werden sollen, wurde so vereitelt.

Die Verurteilung zu 15 Jahren Haft sendet ein starkes Signal gegen Hassverbrechen und Terrorismus. Die Justiz machte deutlich, dass selbst ausgeklügelte Anschlagspläne nicht vor einer Bestrafung schützen, wenn die Ermittlungsbehörden wachsam sind.

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