Berlin-Neukölln: Zwei Männer angeschossen – einer in kritischem Zustand
Neukölln: Zwei Männern in die Beine geschossen

In Berlin-Neukölln sind zwei junge Männer am Samstagabend angeschossen worden. Einer der beiden, ein 25-Jähriger und ein 17-jähriger Jugendlicher, befand sich nach der Tat in einem kritischen Zustand, wie die Polizei auf X mitteilte. Der Vorfall ereignete sich gegen 21.45 Uhr in der Hermannstraße nahe dem U-Bahnhof Leinestraße.

Sanitäter brachten Verletzte in Krankenhäuser

Rettungssanitäter versorgten die beiden Männer vor Ort und brachten sie anschließend in Krankenhäuser, wo sie weiterbehandelt werden. Der U-Bahnhof Leinestraße wurde vorübergehend gesperrt, die Züge fuhren durch, ohne zu halten. Die Polizei leitete noch am Abend Ermittlungen ein.

Großaufgebot der Polizei am Tatort

Der Tatort wurde von einem Großaufgebot bewaffneter Polizisten weiträumig abgesperrt. Experten der Spurensicherung durchkämmten die Umgebung nach Beweisen. Fotos der Zeitung „B.Z.“ zeigen Polizisten mit Maschinenpistolen. Weitere Details zu den Hintergründen der Tat lagen zunächst nicht vor.

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In den vergangenen Tagen hatte es in Berlin mehrere Schüsse gegeben: auf ein Haus in Spandau, auf das Geschäft eines Autoteilehändlers in Neukölln und auf eine Fahrschule in Reinickendorf. Diese Vorfälle reihen sich in eine besorgniserregende Entwicklung ein.

Zunehmende Gewaltkriminalität in Berlin

Seit mehr als einem Jahr bereitet die steigende Gewaltkriminalität mit Schusswaffen der Polizei Sorgen. Laut Polizei handelt es sich häufig um Erpressungen von Geschäftsleuten sowie Revierkämpfe und Auseinandersetzungen in der organisierten Kriminalität. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch, wobei etwas mehr als die Hälfte Drohungen waren. In 515 Fällen wurde tatsächlich geschossen. Dies entspricht einem Anstieg von 68 Prozent mehr Straftaten, bei denen mit Waffen gedroht oder geschossen wurde, im Vergleich zum Vorjahr 2024.

Als Reaktion auf diese Entwicklung setzte die Polizei im November 2025 die Sondereinheit des Landeskriminalamtes „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) ein. Die Staatsanwaltschaft zog mit der neuen Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) nach, um die Ermittlungen zu intensivieren.

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