Notfallseelsorgerin über Amokfahrt in Leipzig: Erinnerungen an Magdeburg
Notfallseelsorgerin: Erinnerungen an Amokfahrt in Leipzig

Die tödliche Amokfahrt in Leipzig hat bei Corinna Heldmann, einer erfahrenen Notfallseelsorgerin, schmerzhafte Erinnerungen an den Einsatz in Magdeburg wachgerufen. „Was ist nur mit dieser Welt los?“, fragt sie angesichts der erneuten Gewalttat.

Erinnerungen an den 20. Dezember 2024

Am Abend des 20. Dezember 2024 raste der saudische Mediziner Taleb A. auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt mit seinem Auto über einen Rettungsweg in die Menschenmenge. Sechs Menschen starben, mehr als 300 wurden verletzt. Heldmann war damals vor Ort, um den Betroffenen beizustehen. Nun, nach der ähnlichen Tat in Leipzig, sind die Bilder und Gefühle wieder präsent.

Die Arbeit der Notfallseelsorger

Als Notfallseelsorgerin kümmert sich Heldmann um Menschen, die traumatische Ereignisse miterleben müssen. Ihre Aufgabe ist es, zuzuhören, Trost zu spenden und Orientierung inmitten des Chaos zu geben. „Man ist einfach da, für die, die es brauchen“, erklärt sie. Die seelische Unterstützung sei oft der erste Schritt zur Verarbeitung solcher Erlebnisse.

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Gesellschaftliche Betroffenheit

Die wiederholten Amokfahrten werfen Fragen nach der Sicherheit auf öffentlichen Veranstaltungen auf. Heldmann betont, dass es wichtig sei, nicht in Angst zu verfallen, sondern wachsam zu bleiben und füreinander da zu sein. „Wir dürfen uns nicht von solchen Taten spalten lassen“, appelliert sie an die Gesellschaft.

Hilfe für Betroffene

Sie rät Angehörigen und Zeugen, sich professionelle Hilfe zu suchen, wenn die Belastung zu groß wird. „Es ist keine Schande, Unterstützung anzunehmen“, so Heldmann. Die Notfallseelsorge stehe jederzeit zur Verfügung, um bei der Bewältigung solcher traumatischen Erlebnisse zu helfen.

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