Schwere Brandstiftung in Berlin-Lichtenberg: Paar nach Hochhausbrand festgenommen
Nach einem schweren Brand in einem Hochhaus im Berliner Bezirk Lichtenberg hat die Polizei eine Bewohnerin und ihren Freund festgenommen. Die Ermittlungen laufen wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung, wie die Behörden mitteilten. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagnachmittag in der Frankfurter Allee und löste einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr aus.
Massiver Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften
Anwohner hatten zunächst eine starke Rauchentwicklung in einer Wohnung im 16. Stockwerk des 21-stöckigen Hochhauses bemerkt und umgehend die Notrufe gewählt. Als erste Feuerwehrleute am Tatort eintrafen, schlugen bereits Flammen aus den Fenstern der betroffenen Wohnung. Insgesamt waren rund 50 Feuerwehrleute im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen und weitere Schäden zu verhindern.
Die Polizei nahm noch am Ort des Geschehens die 45-jährige Bewohnerin der Wohnung, in der das Feuer ausbrach, sowie ihren 39-jährigen Freund fest. Beide hatten laut Polizeiangaben versucht, das Gebäude zu verlassen. Durch das Feuer erlitten sie Verletzungen, die vor Ort von Rettungskräften ambulant behandelt werden konnten.
Alkoholwert und laufende Ermittlungen
Bei dem festgenommenen Mann wurde im Rahmen eines Atemalkoholtests ein extrem hoher Wert von fast 2,9 Promille festgestellt. Brandexperten der Polizei sind derzeit damit beschäftigt, die genauen Umstände des Brandausbruchs zu klären. Sie untersuchen konkret, wie es zu der Entzündung kommen konnte und ob vorsätzliches Handeln vorlag.
Der Vorfall hat in der Nachbarschaft für erhebliche Unruhe gesorgt, da Hochhausbrände stets ein besonderes Risiko für Bewohner und Rettungskräfte darstellen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an, während die betroffene Wohnung vorerst nicht bewohnbar ist und Schadensbegutachtungen durchgeführt werden.



