Neubrandenburg: Passanten verhindern Totschlag - Mann drückte Opfer in Bach
Passanten retten Mann in Neubrandenburg vor Ertrinken

Brutaler Übergriff am Gätenbach: Passanten retten Leben

In Neubrandenburg steht ein 28-jähriger Mann wegen eines besonders brutalen Gewaltverbrechens vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor, nachdem er am 25. März 2025 einen 25-jährigen Kontrahenten in den eiskalten Gätenbach gedrückt haben soll. Nur das beherzte Eingreifen von Zeugen verhinderte an diesem Dienstagabend eine tödliche Tragödie.

40 Sekunden unter Wasser: Zeugen schreien um Hilfe

Der Vorfall ereignete sich bei eisigen Temperaturen am Gätenbach in Neubrandenburg. Laut Ermittlungen soll der Angeklagte sein Opfer gewaltsam unter Wasser gedrückt haben, wo der Geschädigte bereits etwa 40 Sekunden lang verbrachte. In dieser kritischen Situation wurden Passanten auf die bedrohliche Lage aufmerksam und begannen lautstark zu schreien. Diese Reaktion bewirkte, dass der Täter von seinem Opfer abließ und gemeinsam mit einer slowakischen Frau flüchtete.

Die mutigen Helfer alarmierten umgehend den Notarzt, während die Polizei mit Streifenwagen die Umgebung absuchte. Beamte fanden den verdächtigen Mann, der der Polizei bereits wegen früherer Gewaltdelikte bekannt sein soll, zusammen mit der Frau. Beide wurden vorläufig festgenommen und zum Revier gebracht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Alkohol und Drogen: Täter unter starkem Einfluss

Bei der Festnahme stand der 28-Jährige unter erheblichem Drogeneinfluss und wies einen Alkoholwert von 2,15 Promille auf. Trotz der Schwere der Tat wurde zunächst kein Untersuchungshaftbefehl erlassen, sodass der Beschuldigte nach einer Nacht in Gewahrsam wieder freikam. Erst im Oktober 2025 erfolgte dann doch die Inhaftierung.

Das 25-jährige Opfer, das ebenfalls alkoholisiert war, wurde zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht. Das genaue Motiv für die brutale Attacke bleibt bisher unklar. Alle Beteiligten bis auf die slowakische Frau sind deutsche Staatsangehörige.

Gerichtsprozess mit fünf Verhandlungstagen geplant

Der Prozess gegen den Angeklagten soll am 24. Februar vor dem Landgericht Neubrandenburg beginnen. Insgesamt sind fünf Verhandlungstage angesetzt, wobei ein Urteil nach aktueller Planung Anfang April verkündet werden soll. Dem 28-Jährigen droht bei einer Verurteilung eine mehrjährige Freiheitsstrafe.

Diese elf Monate zurückliegende Gewalttat zeigt erneut, wie wichtig das zivilcouragierte Handeln von Passanten in Notsituationen sein kann. Ohne das beherzte Eingreifen der Zeugen hätte der Vorfall möglicherweise ein tödliches Ende genommen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration