Polizei berät Tausende Kinder und Jugendliche in Sachsen-Anhalt
Die Jugendberatungsstelle der Polizei in Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen fünf Jahren Zehntausende Menschen erreicht und leistet einen wichtigen Beitrag zum Opferschutz. Sie soll dazu beitragen, Mehrfach- und Intensivtäterkarrieren zu verhindern und weitere Straftaten möglichst zu vermeiden.
Bilanz der vergangenen fünf Jahre
Von 2021 bis 2025 gab es über 8.800 Beratungen mit jungen Menschen, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Markus Kurze hervorgeht. Zusätzlich fanden über 2.000 Beratungen mit Angehörigen und anderen Fachkräften des sozialen Bereichs statt, sodass insgesamt mehr als 20.000 Menschen erreicht wurden.
Stellenbesetzung und Herausforderungen
Für die Beratungstätigkeit sind 21 Bedienstete vorgesehen, allerdings sind aktuell vier Stellen nicht besetzt. In Magdeburg sind zwei von drei Stellen unbesetzt, in Haldensleben (Landkreis Börde) und Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) jeweils eine von zwei. Bis zum 1. Oktober dieses Jahres gehen zudem drei Sachbearbeiter in Burg (Jerichower Land), Halle und Bitterfeld-Wolfen in den Ruhestand.
Bedeutung und Angebote der Beratungsstelle
Die Landesregierung misst der Jugendberatungsstelle, die an 15 Hauptstandorten sowie bedarfsweise weiteren Außenstandorten aktiv ist, eine hohe Bedeutung für die präventive Bekämpfung von Jugendkriminalität bei. Die Einrichtung existiert seit Mitte der 1990er Jahre und bietet eine frühzeitige sozialpädagogische Unterstützung für tatverdächtige Kinder, Jugendliche und Heranwachsende an.
Straffällig gewordene junge Menschen erhalten Unterstützung dabei, die Ursachen ihres strafbaren Handelns aufzuarbeiten, Rückfälle zu verhindern und eine nachhaltige soziale Integration zu fördern. Zugleich werden Hilfs- und Unterstützungsangebote vermittelt, um eine positive Entwicklung zu ermöglichen.
Die Beratungsstelle ist ein zentraler Baustein im Opferschutz und trägt dazu bei, dass es nicht zu einer Verschlimmerung der Situation kommt. Durch die intensive Betreuung sollen junge Menschen von weiteren Straftaten abgehalten und in die Gesellschaft reintegriert werden.



