Deutsche Popstars haben genug von Ticket-Wucher: In einem Brandbrief protestieren Künstler wie Die Ärzte, Die Toten Hosen und Nina Chuba gegen die Praktiken von Wiederverkaufsportalen. Profi-Händler nutzen Bots, um massenhaft Karten aufzukaufen und später zu überhöhten Preisen anzubieten – oft bis zu 250 Prozent mehr als der Originalpreis. Fans bleiben entweder leer aus oder müssen Mondpreise zahlen.
Bundesjustizministerin kündigt strengere Regeln an
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hat nun reagiert: Sie arbeitet an strengeren Regeln gegen diese Geschäftemacherei. Ziel ist es, den unlauteren Handel mit Eintrittskarten einzudämmen und Fans vor überhöhten Preisen zu schützen. Die genauen Maßnahmen sind noch in der Abstimmung, aber Hubig betont, dass der Schutz der Verbraucher oberste Priorität habe.
Reaktionen aus der Musikszene
Die betroffenen Künstler begrüßen die Initiative. „Es kann nicht sein, dass Profi-Händler unsere Fans ausnehmen“, erklärte ein Sprecher der Band Die Ärzte. Auch Die Toten Hosen und Nina Chuba unterstützen die Forderungen nach schärferen Kontrollen und Transparenz bei Ticketverkäufen.
Die Regierung plant unter anderem, den Einsatz von Bots zu verbieten und die Höhe der Aufschläge bei Wiederverkäufen zu begrenzen. Zudem sollen Plattformen stärker in die Pflicht genommen werden, die Identität von Verkäufern zu überprüfen. Die Popstars hoffen, dass die neuen Regeln schnell umgesetzt werden, um die Ticket-Wut der Fans zu stoppen.



